Catherine Anna Miller

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Cathy
Beiträge: 6
Registriert: 26.08.2019, 08:04
Posts: 1-2x/Woche
Charname: Catherine Anna Miller
Pseudonym: Cathy
Alter: 25
Augen: Braun
Haare: Schwarz, mittellang mit einfachem Haarknoten
Größe: 171 cm
Stadt: Venedic
Rasse: Mensch
Klasse: unwissend
Beruf: Soldatin
Fähigkeiten: 1. Ausdauer und Leistungsvermögen
2. Gute Auffassungsgabe
3. Außergewöhnliche Sozialkompetenz
Kleidung: Formelle grüne Dienstuniform nebst Rang- und Leistungsabzeichen mit weißer Bluse, schwarzer Damenkrawatte, Rock und Schirmkappe.
FAQ: http://faq.vampir-rollenspiel.de

Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 28.08.2019, 23:02

Steckbrief

» Name, Alter, Rasse
» Einstellung
» Herkunft, Beruf/Finanzen
» Aussehen
» Eigenarten
» Bevorzugte Opfer
» Fähigkeiten/Stärken
» Schwächen
» Waffen
» Vorlieben
» Abneigungen
» Charakter
» Ziele
» Sonstiges
» Leben in Phoenix/Venedic/NYC


Name
Ihr voller Name lautet Catherine Anna Miller, Familienmitglieder und enge Freunde nennen sie aber eigentlich schon immer einfach nur Cathy. Normalerweise bietet sie neuen Bekanntschaften dieses Kürzel gleichermaßen recht schnell an, lediglich bei äußerst unsympathischen Zeitgenossen besteht sie auf der Verwendung der amtlichen Variante.

Ihrer Mutter Anna gefiel die Idee, den eigenen Vornamen an die Tochter weiterzugeben, ursprünglich nicht besonders gut, allerdings stimmte sie die Erinnerung an Cathys Großmutter Frances um, die zeitlebens darauf verwies, dies sei seit Generationen gute Tradition in der Familie Miller.

Ihr mittlerweile angestammtes taktisches Rufzeichen beim Militär lautet Oakley. Sie erhielt diese Bezeichnung in Anlehnung an die berühmte amerikanische Kunstschützin Annie Oakley von ihrem ehemaligen Ausbilder, um ihre außerordentlichen Schießfertigkeiten zu honorieren.

Menschliches Alter
Cathy wurde kürzlich 25 Jahre alt, ihr Geburtstag ist der 12. November.

Rassenbedingtes Alter

Art/Rasse
Mensch

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Einstellung

Speziell/Kodex:
-

Menschen:
Eine geselligere oder aufgeschlossenere junge Frau als Cathy zu finden, dürfte ein schwieriges Unterfangen sein. Von ihrer Mutter mit viel Liebe und Geborgenheit aufgezogen, suchte sie bereits früh den Kontakt zu anderen Kindern und schloss mit ihrer offenherzigen Art viele Freundschaften. Dies setzte sich in ihrer heimischen Kirchengemeinde fort, die bald zum Mittelpunkt ihres täglichen Lebens wurde. Teil einer großen Gemeinschaft und eines ausgedehnten Bekanntenkreises zu sein, ist für sie seit jener Zeit vollkommen selbstverständlich, dementsprechend begegnet sie bis heute jedem neuen Gesicht mit viel Wohlwollen und einer gesunden Portion Neugier. Ihrem warmherzigen und humorvollem Wesen zu widerstehen, gelingt dabei regelmäßig nur den gleichgültigsten Leuten, die ihren Weg kreuzen.

Äußerlichkeiten, Status oder andere Oberflächlichkeiten kümmern Cathy dabei in der Regel herzlich wenig. Da sie selbst in ihrer gesellschaftlichen Rolle ein wenig aus der Reihe tanzt, interessieren sie gerade Menschen abseits der Norm besonders und sie begegnet diesen mit derselben Unvoreingenommenheit wie jedem anderen auch. Unverhoffte Begegnungen stellen für sie kleine Abenteuer im Alltag dar, die sie meistens ohne ein Zögern annimmt. Zugleich bedeuten ihr bestehende Freundschaften sehr viel und sie pflegt diese stets mit besonderer Hingabe. Vor allem kleine Rituale wie gemeinsame Besuche bestimmter Restaurants oder Cafés bieten ihr in dieser Hinsicht Halt im oft stressigen Soldatenalltag.

Ebenso nimmt die Kameradschaft in der Armee einen hohen Stellenwert bei Cathy ein. Gegenseitiger Respekt und bedingungsloses Einstehen füreinander bilden in ihren Augen die Grundlage für eine funktionierende Einheit und sie gibt diese Werte mit großer Leidenschaft an neue Rekruten weiter. Überhaupt gehört Hilfsbereitschaft zu einer von Cathys zentralen Lebensphilosophien. Ob nun im Rahmen oder abseits ihrer militärischen Pflichten, gerät jemand in eine Notlage, leistet sie ohne jeden Gedanken an ihren eigenen Nutzen bereitwillig alle Hilfe, die sie aufbieten kann. Wer sie kennt, wird von ihr nicht im Stich gelassen, dieser Grundsatz beansprucht selbst in heiklen Lagen umfassende Gültigkeit. Gleichsam hat sie für die Sorgen ihrer Mitmenschen immer ein offenes Ohr.

Cathy vermeidet es demzufolge meist, über einen längeren Zeitraum allein zu sein. Einsamkeit bedeutet für sie ein Gräuel und tatsächlich benötigt sie andere Menschen fast ebenso dringend wie der Fisch das Wasser. Lediglich um zwielichtige Gestalten macht selbst sie einen weiten Bogen und besitzt glücklicherweise ein gutes Gespür dafür, wenn es jemand nicht ehrlich mit ihr meint.

Vampire:
Vampire kennt Cathy nur aus Film, Fernsehen und Romanen. In ihrer Kindheit konnten sie diese Geschichten durchaus begeistern und im Alter von sieben Jahren trug sie sogar zu Halloween ein Vampirkostüm, welches ihre Mutter für sie nähte. Doch so lieb ihr die Erinnerungen aus jenen Tagen sein mögen, ein ernsthaftes Interesse an Erzählungen über Vampire zeigt sie heute eigentlich nicht mehr.

Sollte jemand den ernsthaften Versuch unternehmen, sie von der Existenz solcher Wesen zu überzeugen, würde sie diese Person vermutlich für verrückt halten. Wie sie es sieht, kämpft die Gesellschaft schon mit zu vielen wirklichen Problemen, um solchen Hirngespinsten nachzuhängen.

Glaube/Religion/Symbolik:
Cathy ist zwar katholisch getauft, allerdings spielte die Religion in ihrem Leben bis zum Umzug in ihre spätere Heimatstadt keine wirklich große Rolle. Die Begegnung mit ihrer späteren besten Freundin Sofiá änderte dies von Grund auf. Deren Eltern führten Anna und sie in die dortige Kirchengemeinschaft ein, die für beide bald ein fester Ankerpunkt im Alltag wurde. Zum Besuch der sonntäglichen Gottesdienste kamen im Laufe der Zeit viele ehrenamtliche Tätigkeiten hinzu, die Cathy in ihrer Jugendzeit übernahm, so betreute sie beispielsweise ältere Gemeindeangehörige oder sammelte Spenden für Bedürftige. Im Glauben mit anderen Menschen vereint zu sein, stellt für sie seither nicht weniger als eine der zentralen Säulen ihrer Welt dar.

Aus der Spiritualität schöpft sie die notwendige Kraft, um die anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen, welche Beruf und Privatleben an sie stellen. Gerät sie einmal an ihre Grenzen oder wachsen ihr Probleme über den Kopf, besucht sie die Kirche, um in stiller Einkehr zu beten. Ihre Fürbitten richtet sie dabei seit jeher vor allem an die heilige Jungfrau Maria, deren Abbild sie auf einem Medaillon um den Hals trägt. Zudem achtet sie darauf, wenigstens alle paar Monate zur Beichte zu erscheinen. Gerät jemand in ihrem Umfeld in eine Notlage, zündet sie außerdem stets eine Kerze für den betroffenen Menschen an.

Cathys Frömmigkeit mag für manche im Widerspruch zu ihrem ansonsten betont modernen Auftreten stehen, sie selbst sieht dies aber nicht so. Vielmehr erinnert sie ihre Überzeugung stets an jene Werte, die für ihr Leben von grundlegender Bedeutung sind. Nächstenliebe und gegenseitige Fürsorge stellen nach ihrem Dafürhalten nicht einfach nur Phrasen, sondern vielmehr den Maßstab für ihr eigenes Handeln dar. Auch ihren Eid bei der Armee, die Menschen ihres Heimatlandes unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen, legte sie in vollkommenem Bewusstsein vor Gott ab. Ihr freiwilliges Engagement bei einer Reihe militärischer Hilfsorganisationen liegt ebenfalls hierin begründet.

Dennoch ist ihr Verhältnis zur Religion nicht vollkommen konfliktfrei. Insbesondere im Hinblick auf ein Geheimnis, das sie mit ihrer Freundin Sofiá teilt, bedrücken sie seit vielen Jahren schwere Schuldgefühle, die sie selbst in der Beichte niemals offenbarte. Der Grund hierfür verbirgt sich hinter ihrer Sozialisation, die in einem stark konservativ geprägten Umfeld erfolgte. Cathy selbst legt die Worte der heiligen Schrift nach ihrer eigenen Interpretation eher liberal aus, sie hegt allerdings den Verdacht, in ihrer Heimatgemeinde mit diesen Ansichten sehr allein dazustehen und hängt dies schon aus Gewohnheit nicht an die hohe Glocke. Schlimmer noch, die Vorstellung, an einem sündhaften Wesen zu leiden, bereitet ihr immer wieder aufs Neue große Angst. In akuten Krisen fürchtet sie manchmal gar das Fegefeuer, obwohl sie dies kaum offen zugeben würde. Erst die Erinnerung an das Versprechen auf Erlösung und Vergebung der Sünden spendet ihr meist wieder etwas Trost.

Fundamentalistische Haltungen lehnt Cathy strikt ab. Nach ihrem Verständnis sollte der Glaube allen Menschen gleich welcher Herkunft oder Orientierung eine geistliche Heimat bieten. Ebenso betrachtet sie Missionierung und moralische Überheblichkeiten mit großer Skepsis. Ob jemand Gott bei einem anderen Namen nennt oder einer atheistischen Auffassung folgt, spielt für sie keine Rolle.

Sonstiges: -

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Herkunft
Cathy kam in Phoenix, der Hauptstadt des US-Bundestaates Arizona, zur Welt, verbrachte allerdings nur einen kleinen Teil ihrer Kindheit in der Metropole. Nachdem ihr Vater die Familie noch vor ihrer Geburt verließ, blieb ihrer Mutter Anna bereits nach wenigen Jahren keine andere Wahl, als dem teuren Großstadtleben mit ihrer Tochter den Rücken zu kehren und in den Vorort einer mehrere hundert Meilen weit entfernten mittelgroßen Stadt zu ziehen. Die dort vorherrschenden prekären Verhältnisse bildeten bis zum Beginn ihrer Grundausbildung beim Militär den Dreh- und Angelpunkt in Cathys Leben.

Beruf/Finanzen
Cathy ist Soldatin in der United-States-Army und bekleidet nach einem schon beinahe bilderbuchartigen Aufstieg durch die Ränge mittlerweile den Dienstgrad eines Staff Sergeant. Im Rang einer Unteroffizierin verdient sie im Vergleich zu den einfachen Mannschaftsdienstgraden erheblich besser, trotzdem bereiten ihr die täglich zu bezahlenden Rechnungen, ihr Mietzins und eine nicht unerhebliche Zahl an Versicherungspolicen nicht selten einiges an Kopfzerbrechen. Ein Leben in übermäßigem Luxus kommt für sie dementsprechend kaum in Frage

Aus diesem Grund zeigt sie bereits seit langem ein reges Interesse an einer Beschäftigung als Truppenausbilderin. Ein entsprechender Bedarf an qualifiziertem Personal in Venedic könnte die Lösung dieses Problems darstellen, allerdings unter der Bedingung, ihre Heimatstadt und beinahe alle wichtigen Menschen in ihrem Leben zu verlassen.

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Aussehen - Übersicht
  • Augen:
    Cathys Augen sind hellbraun und scheinen im Ganzen ein wenig klein zu sein. Ihr Blick wirkt daher oft ein wenig streng, was in Bezug auf ihre Tätigkeit aber durchaus einige Vorteile bietet. Erst bei näherem Besehen gewährt die warme Farbe ihrer Pupillen eine Ahnung von dem gutherzigen und einfühlsamen Wesen ihrer Besitzerin.
  • Haare:
    Cathy besitzt glattes, schwarzes Haar von einmalig seidigem Schimmer, was ihr früher nicht selten den Neid mancher Klassenkameradin einbrachte. Zudem erweist es sich bei vielen Gelegenheiten als äußerst robust und wenig pflegebedürftig, was ihr sehr entgegenkommt, schließlich gibt es nur wenige Soldatinnen, die morgens Stunden vor dem Spiegel verbringen können.
  • Frisur:
    Was Frisuren betrifft, geht bei Cathy naturgemäß Zweckmäßigkeit vor Mode. Sie trägt ihr Haar üblicherweise mittellang und bindet es zugunsten ihrer dienstlichen Feldmütze meistens zu einem einfachen Knoten am Hinterkopf zusammen. Allerdings fand sie in der Vergangenheit ebenfalls an einer Reihe von Kurzhaarfrisuren Gefallen, insbesondere der berühmte Bubikopf aus den Zwanzigerjahren hat es ihr seit einiger Zeit angetan.
  • Größe:
    Mit knappen 171 Zentimetern erreicht Cathy eine durchschnittliche Größe, was sie einigermaßen zufriedenstellt. Ihre Statur reicht aus, um in ihrem Metier den Respekt nicht zu verlieren und stellt gleichzeitig kein Hindernis bei der Bewältigung der mannigfaltigen physischen Anforderungen im Militärdienst dar.
  • Figur:
    Cathy treibt bereits seit ihrer Jugend Sport. Schon von Berufs wegen bleibt sie kontinuierlich in Bestform, ihre schlanke und athletische Figur nimmt demzufolge nicht Wunder. Die Uniform kaschiert dabei ihre femininen Kurven manchmal ein wenig, was sie in ihrem Arbeitsumfeld nicht zwangsläufig als Nachteil wertet.
  • Gesicht:
    Trotz ihres markanten Ausdrucks wirken Cathys Gesichtszüge größtenteils eher weich und eben. Ihre etwas hochstehenden Wangenknochen verleihen der jungen Unteroffizierin eine gewisse Autorität, wirken jedoch nicht fehl am Platz. Auf ihre formschöne Nase und ihre zarten Lippen ist Cathy sogar fast ein wenig stolz. Auch ihre dünnen und elegant geschwungenen Augenbrauen mag sie sehr gerne. Nichtsdestotrotz macht kaum etwas ihr Antlitz zu einer schöneren Erscheinung als der Frohsinn und die Heiterkeit, welche sie allzeit begleiten.
  • Stimme:
    Cathy besitzt eine klare und helle Stimme, deren angenehmen Klang ihre meisten Zuhörer sehr bald zu schätzen lernen. Wenn sie will, kann sie einen tiefen und rauen Befehlston anschlagen. Selbst das markerschütternde Brüllen eines guten Militärausbilders gehört mittlerweile zu ihrem Repertoire, wenngleich sie an den Feinheiten derzeit noch etwas arbeitet.
    Zu ihren besonderen Markenzeichen zählt im Kontrast hierzu vor allen Dingen ein lautes und ausgelassenes Lachen, das bei Umstehenden nicht selten eine ansteckende Wirkung zeitigt.
  • Kleidung:
    Da Cathy die meiste Zeit des Tages auf militärischen Stützpunkten verbringt, trägt sie schon aus rein praktischen Gründen so gut wie immer ihre Uniform, bestehend aus dem standardmäßigen Kampfanzug in Digitaltarnmuster, hellen Wüstenstiefeln und der obligatorischen Feldmütze. Zu ihrer formellen Dienstkleidung zählen eine weiße Bluse mit schwarzer Damenkrawatte, ein grünes Jackett mit goldenen Knöpfen sowie Rang- und Verdienstabzeichen nebst zugehörigem Rock samt entsprechender Schirmkappe. Diese bleibt offiziellen Feierlichkeiten und anderen wichtigen Anlässen vorbehalten. Bei sonntäglichen Kirchenbesuchen wird sie üblicherweise so angetroffen.

    In ziviler Aufmachung bevorzugt sie zumeist schwarze Outfits, im Normalfall einfache und bequeme Hosen zusammen mit gleichfarbiger Oberbekleidung passend zur jeweiligen Jahreszeit. Dabei mag sie von einfachen Shirts über Hoodies bis hin zu Rollkragenpullovern im Winter beinahe jedes erdenkliche Kleidungsstück. Steigen die Temperaturen über das erträgliche Maß, zieht sie gleichermaßen schon einmal ein Tanktop in Erwägung. Abseits der hitzigsten Sommertage verlässt sie außerdem nie ohne eine ihrer geliebten olivgrünen Jacken das Haus. Bei Streifzügen durch die Stadt auf ihre schwarze Baseballmütze mit dem gestickten Emblem ihres alten Eishockeyteams aus der Highschool zu verzichten, kommt meistens ebenso wenig in Frage.

    Ihr alltägliches Schuhwerk besteht aus robusten Halbstiefeln mit flacher Sohle, lediglich in Begleitung von Freunden kramt sie ab und zu kurze Stiefelletten mit leichten Absätzen heraus. Da sie ihren Dienst bei den Streitkräften nicht ohne Stolz versieht, weist sie allzeit ein metallener Anstecker mit dem Logo der US-Armee als Soldatin aus.
  • Schmuck:
    Neben ihren Erkennungsmarken, die detaillierten Aufschluss über ihren Namen, ihre Sozialversicherungsnummer, Blutgruppe und Konfessionszugehörigkeit liefern, trägt Cathy immer ein silbernes Medaillon mit dem Abbild der heiligen Jungfrau Maria um den Hals. Dieses bekam sie im Alter von acht Jahren von ihrer Mutter zur Erstkommunion und es beschützt sie nach ihrer festen Überzeugung vor allem Bösen. Aus diesem Grund legt sie das Schmuckstück grundsätzlich niemals ab und hütet es wie ihren Augapfel.

    Selbiges gilt für ein feines silbernes Armband mit einem kleinen Schmetterlingsanhänger, das sie immer am linken Handgelenk trägt. Jenes Kleinod, einst im Besitz ihrer besten Freundin Sofiá, stellt die einzige greifbare Erinnerung an einen der schönsten und zugleich traurigsten Momente in ihrem Leben dar, weswegen sie es unter keinen Umständen nur für eine Sekunde abnehmen würde.

    Daneben gehört noch ein Paar goldener Ohrstecker mit fein gearbeiteten Spiralornamenten zu ihrem Eigentum, ein Geschenk anlässlich ihres Schulabschlusses. Dieses trägt sie lediglich auf wichtigen Festen oder zu zeremoniellen Anlässen, meist in Verbindung mit ihrer Dienstuniform.
  • Piercings:
    Keine
  • Tattoos:
    Auf Cathys linkem Unterarm prangt in finsterem Dunkelrot der Buchstabe A in altertümlich verschnörkelter Schreibweise. Diesen umgeben mehrere stilisierte Dornenranken mit vereinzelten Rosenblüten. Die künstlerisch aufwändig umgesetzte Tätowierung spielt auf den berühmten Roman „The Scarlet Letter“ von Nathaniel Hawthorne an. Im Rahmen der Handlung stößt die puritanische Gemeinde der neuenglischen Stadt Salem die junge Hester Prynne wegen ihres unehelichen Kindes aus der Gemeinschaft aus und zwingt sie, jenes Schandzeichen („A“ für „Adulteress“, also Ehebrecherin) auf ihrem Kleid zu tragen. Der Rosenbusch wiederum taucht als metaphorisches Element im ersten Kapitel auf.

    Cathy lernte die Geschichte einst durch ein Literaturprojekt ihrer besten Freundin Sofiá kennen, die ihr oft aus dem Buch vorlas. Jene Erzählung übt seither eine große Faszination auf die junge Soldatin aus. Die Schilderungen einer alleinstehenden Mutter, welche in einem Zeitalter religiösen Eifers gemeinsam mit ihrem Kind Zweifel wie Entbehrung im Exil erduldet, gingen ihr zu dieser Zeit sehr nah und stimmten sie oft nachdenklich. In ihren späteren Lebensjahren wuchs diese Identifizierung mit der Hauptfigur noch weiter, deren Schuldgefühle und Glaubenskonflikte sie anhand ihrer eigenen Erfahrungen immer besser nachfühlen konnte.

    Die Entscheidung, das Bild auf der Haut zu tragen, spiegelt nicht zuletzt ihre innere Zerrissenheit zwischen Glaubensmoral und, nach ihrem Empfinden, verbotener Sehnsucht wider. Diese Interpretation teilt sie freilich mit niemandem, selbst engen Freunden vertraut sie nichts hierüber an.

    Auf ihrem rechten Unterarm befindet sich in geschwungenen Lettern der Ausspruch „Aim at the high mark, and you will hit it“ (etwa: „Nimm ein hochstehendes Ziel ins Visier und du wirst es treffen“). Dieses Zitat der berühmten Kunstschützin Annie Oakley verleiht im Kontrast zu Cathys anderem Tattoo ihrer positiven Lebensphilosophie, ihrem Optimismus und ihrer Zielstrebigkeit Ausdruck. Zugleich stellt der Schriftzug eine Hommage an ihren Ausbilder dar, der sie gerne mit der treffsicheren Nationalikone verglich.
  • Narben:
    Zwei schwere Rippenbrüche, die sie in der letzten Partie als Angreiferin in ihrem Eishockeyteam erlitt, machten einst einen operativen Eingriff erforderlich. Zurück blieb eine deutlich sichtbare Narbe auf Cathys linker Brustkorbseite. Jener kleine kosmetische Makel tritt in Anbetracht der Folgen dieses Ereignisses jedoch weit zurück, das ihre Ambitionen im Hinblick auf weitere sportliche Erfolge in einem Wimpernschlag zunichtemachte.
  • Besonderheiten:
    -
Aussehen - Beschreibung
Ebenso wie ihr vielschichtiges Wesen passt Cathys Erscheinungsbild in keine Schublade. All die scheinbaren Widersprüche, welche ihren Charakter ausmachen, verleihen ihrem Äußeren eine unverkennbare Note. Die junge Frau wirkt flüchtig betrachtet mit ihrer eher durchschnittlichen Körpergröße zunächst recht unscheinbar, ihre feinen Gesichtszüge mit den leuchtend braunen Augen sowie ihr glänzend schwarzes Haar fallen demgegenüber auf den zweiten Blick schnell auf, wobei vor allem das Lächeln ihrer schmalen wie formschönen Lippen bei einer ersten Begegnung meist rasch das Eis bricht.

Ihr schmaler und drahtiger Körperbau macht zuweilen einen eher zerbrechlichen Eindruck. Tatsächlich trügt diese erste Ahnung, denn die ehrgeizige Berufssoldatin stellt eine wahre Bilderbuchsportlerin dar, die nicht nur kein Gramm zu viel auf die Waage bringt, sondern gleichermaßen über eine gut trainierte Muskulatur an den Armen und im Bauchbereich verfügt. Ihre weiblichen Kurven fallen eventuell etwas weniger markant aus, geben ihrer Figur dafür an den richtigen Stellen den passenden Schliff, was Cathys selbstbewusstes Auftreten noch unterstreicht.

Ihre Outfits wie Frisuren folgen ganz bewusst einem eher burschikosen Stil und setzen zugleich stets eine dezent feminine Fußnote. Schwarze, eher unauffällige Hosen und Shirts bilden hierbei die übliche Grundlage für ihre Garderobe. Eine in ihrem Kleiderschrank praktisch nicht wegzudenkende olivgrüne Übergangsjacke sorgt dabei für etwas Abwechslung in ihrer eher dunkleren Farbpalette. Aufsehen erregt nicht selten ihre Baseballmütze, deren gesticktes Emblem das Wappen ihres früheren Eishockeyclubs zeigt, einen im Comicstil gezeichneten Narwal mit blitzendem Horn über zwei gekreuzten Schlägern.

Cathy legt dabei besonderen Wert auf perfekt sitzende Kleidung. Zu weite oder zu enge Klamotten schätzt sie ganz und gar nicht. Tiefe Ausschnitte und betont beinfreie Stücke würdigt sie in den Boutiquen grundsätzlich keines Blickes. Make-Up verwendet sie, wenn überhaupt, ausschließlich in sehr sparsamen Dosen. Ab und an kann sie einem Hauch von Rouge auf den Wangen allerdings durchaus etwas abgewinnen. Gibt es der Anlass her, sind ihr selbst Eyeliner oder Wimperntusche nicht gänzlich fremd. Alle paar Jubeljahre darf es durchaus einmal etwas Lippenstift in gedecktem Farbton sein, allerdings tritt dieses Ereignis gefühlt noch seltener auf als eine vollständige Mondfinsternis.

Ihren Silberschmuck, ein Heiligenmedaillon, das die Jungfrau Maria darstellt und ein Armband mit einem kleinen Schmetterlingsanhänger, trägt sie meistens verdeckt unter Halsausschnitt und Ärmel. Die Tätowierungen an ihren beiden Unterarmen zeigt sie ebenfalls vergleichsweise selten in aller Offenheit, obgleich sowohl das antiquiert dargestellte rote A in den Dornenranken auf der linken wie auch der Wahlspruch von Annie Oakley in dunkler Tinte auf der rechten Seite mit größter Kunstfertigkeit in ihre Haut gestochen wurden.

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Eigenarten
Soldatin stellte vielleicht unter anderem deswegen einen passenden Beruf für Cathy dar, weil sie schon ihr Leben lang einen Hang zu übermäßiger Gründlichkeit an den Tag legte. Bereits im Kindesalter nahm sie das Ordnen und Einsortieren ihrer Sachen nach willkürlichen Kriterien oft stundenlang in Beschlag, was bei ihrer Mutter zwischenzeitlich zu ernster Besorgnis führte. Woher diese Veranlagung stammen mag, weiß Cathy selbst nicht zu sagen, aber in einer unordentlichen Umgebung empfindet sie einfach kein Wohlbehagen. Noch heute verbringt sie viel Zeit damit, ihre Wohnung aufzuräumen und sauber zu halten. Ganz egal ob Lebensmittel, Haushaltsgegenstände oder ähnliches, alles gehört bei ihr an seinen festen Platz. Dementsprechend hasst sie es, wenn bestimmte Dinge einfach so herumliegen. Ein sauber bezogenes Bett und genauestens gefaltete Wäsche sind für sie ebenfalls ein absolutes Muss.

Außerhalb ihres Heims schätzt sie gleichermaßen ein gepflegtes und geordnetes Umfeld. Früher musste sie aufgrund dieser Angewohnheit oft den einen oder anderen ironischen Kommentar ihrer Freunde hinnehmen. Viel machte ihr das nie aus. Sie selbst findet diese Angewohnheit jedenfalls überhaupt nicht spießig, ein wenig Ordnung hat schließlich noch niemandem geschadet.

Ein Laster, das Cathy bereits seit längerem zu schaffen macht, ist das Rauchen. Sie versucht mit eiserner Disziplin, ihren Tabakkonsum möglichst gering zu halten, allerdings glückt dies längst nicht bei jeder Gelegenheit. Deutlich zu oft siegt die lästige Angewohnheit und lässt sie der vermeintlich beruhigenden Wirkung eines abendlichen Glimmstängels erliegen. Gerade in hektischen Zeiten raucht Cathy dabei deutlich mehr Zigaretten, als ihr unter normalen Umständen lieb sein könnte. Eine allzeit griffbereite Packung in ihrer linken Jackentasche stellt sie hierbei fast jeden Tag von neuem auf die Probe.

Gerät Cathy in einen Zustand emotionaler Überforderung oder leidet sie unter akutem Stress, spricht sie oft ein leises Ave-Maria. Dieses Gebet hilft ihr dabei, in Notlagen die Orientierung wiederzufinden und dem Gefühl einsamer Machtlosigkeit, das sie manchmal heimsucht, etwas entgegenzusetzen. Glücklicherweise kam es bislang eher selten zu Situationen, die sie in solchem Ausmaß herausforderten.

Zwar achtet sie von Haus aus auf eine gesunde, vollwertige Ernährung, allerdings überkommt sie von Zeit zu Zeit schon fast unweigerlich die Lust auf etwas weniger ausgewogene Mahlzeiten. Aus diesem Grund verbannt sie ungefähr zweimal im Monat Obst wie Gemüse von ihrem Speiseplan, besucht ihre Lieblingspizzeria oder das nächstbeste Fastfood-Restaurant, um dort nach Herzenslust zu schlemmen. Ganz egal ob Hamburger, Fritten oder die gute alte Margherita, vollkommen ohne die üblichen Verlockungen der heimischen Systemgastronomie kommt sie einfach nicht aus.

Zudem begleitet Cathy trotz des verantwortungsvollen Berufs und ihrem ansonsten betont erwachsenen Auftreten stets eine gute Prise jugendlicher Leichtigkeit. Sie weiß das Leben fraglos zu genießen und trifft ein Mensch auf gleicher Wellenlänge mit ihr zusammen, ist sie für fast jede Albernheit zu haben. Mit ihr um die Häuser zu ziehen, verspricht meist eine lautstarke und fröhliche Angelegenheit zu werden, die nicht selten allerlei denkwürdige Anekdoten hervorbringt.

Geradezu akribische Verschleierung erfordert ihre Leidenschaft für romantische Komödien. Bereits seit ihrer Jugendzeit bleibt kein Film dieses Genres verschont und erscheint ein neuer Streifen, der in diese Kategorie fällt, reserviert Cathy schon fast zwangsläufig kurz darauf einen Platz in ihrem Lieblingskino. Dabei lässt sie nicht einmal die schlimmsten Schnulzen aus und vertilgt bei dieser Gelegenheit Unmengen an Popcorn, während mitunter der ganze Saal wahlweise an ihren lauthals ausgerufenen Zwischenbemerkungen oder spontanen Tränenausbrüchen verzweifelt.

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Bevorzugte Opfer
Cathy sieht ihre vordringliche Pflicht als Soldatin vor allen Dingen darin, ihre Mitmenschen zu beschützen und diejenigen zu verteidigen, welche sich nicht aus eigener Kraft zur Wehr setzen können. In dem potenziellen Feind auf der anderen Seite ein Opfer zu sehen, liegt ihr gleichwohl fern und die Vorstellung, einem Gegner in letzter Konsequenz das Leben zu nehmen, bereitet ihr des Öfteren schlaflose Nächte. Tatsächlich hegt sie den Wunsch, während ihrer militärischen Laufbahn nie einen scharfen Schuss auf einen anderen Menschen abgeben zu müssen. Zweifelsohne ist sie bereit, im Ernstfall ihre Pflicht zu tun, wird dabei jedoch stets die Konsequenzen ihrer Handlungen so genau abschätzen, wie es die Situation zulässt.

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Spezialisierte Begabungen & weitere Stärken
Zu Cathys hervorstechendsten Stärken gehören ihre Ausdauer und ihr körperliches Leistungsvermögen. Bereits in ihrer Jugend gehörte der Sport zu den elementaren Bestandteilen ihres täglichen Lebens und heute hält sie das tägliche Training beim Militär permanent in Form. Wenn es sein muss, packt sie trotz ihrer eher unscheinbaren Statur ordentlich zu, obwohl ihr das auf den ersten Blick vielleicht nicht jedermann zutrauen würde.

Sie absolvierte nicht nur die harte Grundausbildung bei der US-Armee, sondern verfügt inzwischen gleichsam über den Erfahrungsschatz mehrerer ausgedehnter Manöver im europäischen Ausland unter teils äußerst widrigen Bedingungen. Dementsprechend gibt es nur wenige Aufgaben, die für sie physisch zu anstrengend oder belastend wären.

Zu ihren herausragendsten Eigenschaften zählen überdies eine gute Auffassungsgabe und schnelle Reflexe. Selbst in großer Hektik schätzt sie Situationen in Windeseile richtig ein und handelt entsprechend. Diese Talente rühren insbesondere von ihrer umfassenden Ausbildung zur Eishockeyspielerin her. Durch die ehrenamtliche Förderung ihres heimatlichen Sportclubs und jahrelange Wettkampfpraxis in einer speziell gegründeten Nachwuchsliga im Schulbereich entwickelte sie dabei spielerisch jene Fertigkeiten, die sie heute zu steten Höchstleistungen bei ihrer militärischen Tätigkeit befähigen.

Im Rahmen der Grundausbildung in der Army zeigte sie sehr früh eine außergewöhnliche Eignung im Umgang mit Feuerwaffen. Ihr damaliger Ausbilder, beeindruckt von ihren überdurchschnittlichen Leistungen auf dem Schießstand, nahm sie persönlich unter seine Fittiche und brachte ihr alles Wissenswerte über die Handhabung von Gewehren und Pistolen bei. Cathy schloss ihre Schießausbildung mit Auszeichnung ab und stellt heute eine herausragende Schützin dar, die fast jeden Gasdrucklader mit verbundenen Augen zerlegt und wieder zusammensetzt. Darüber hinaus verfügt sie über weiterführende Kenntnisse im Umgang mit Sprengstoff sowie tragbaren Panzer- und Flugabwehrwaffen.

Aufgrund ihrer militärischen Ausbildung und Erfahrung kennt Cathy alle Aspekte des taktischen Gefechts. Selbst in kritischen Situationen weiß sie genau, wie ein bewaffneter Gegner bekämpft werden muss. Sich mit ihr auf einen Schusswechsel einzulassen, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit eine schlechte Idee.

Die Unteroffizierin weiß, was es bedeutet, einen Kampfverband im Feld anzuführen und dabei Verantwortung für die Soldaten unter ihrem Kommando zu übernehmen. Mithilfe von Disziplin und bedingungsloser Einsatzbereitschaft hat sie ihre Führungsqualitäten mehrfach unter Beweis gestellt.

Cathys bei weitem erwähnenswerteste Gabe stellt fraglos ihr unnachahmlicher Umgang mit anderen Menschen dar. Mit ihrer frohsinnigen, gleichzeitig ungezwungenen Art weckt sie rasch Vertrauen bei anderen Leuten und schließt mühelos neue Freundschaften, selbst verschlossene Zeitgenossen tauen in ihrer Gegenwart meist schnell auf. Sie verfügt über großes Einfühlungsvermögen und legt bei heiklen Gesprächsthemen immer ein besonderes Maß an verbalem Fingerspitzengefühl an den Tag. Auch zu Kindern pflegt Cathy ein herzliches und unkompliziertes Verhältnis

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Schwächen
Cathys größte Stärke markiert zugleich einen ihrer empfindlichsten Schwachpunkte. Denn während sie in Gesellschaft anderer Menschen förmlich aufgeht, verliert sie in den bitteren Stunden der Einsamkeit oft jedes Selbstvertrauen. Bereits als Schlüsselkind verabscheute sie jede Stunde, die sie allein in der Wohnung ihrer Mutter verbringen musste und bis heute zehrt diese Erfahrung an ihr. Die räumliche Trennung von geliebten Menschen erträgt sie selbst jetzt im Erwachsenenalter nur mit Mühe und gerät in einer solchen Situation nicht selten in eine emotionale Schieflage.

Ihre bedingungslose Empathie für andere Menschen macht sie leicht angreifbar. Gerät jemand in Not, verspürt sie den Wunsch zu helfen, selbst wenn dies ein vollkommen unkalkulierbares Risiko bedeutet. Sie nimmt ihre berufliche Verantwortung für die Sicherheit der gesamten Gesellschaft sehr ernst und tut alles in ihrer Macht Stehende, um Schaden von ihren Mitmenschen abzuwenden. Cathy mit der Ausübung von Gewalt gegen unbeteiligte Dritte zu nötigen oder zu erpressen, stellt mutmaßlich kein besonders schwieriges Unterfangen dar.

Cathys Abhängigkeit von anderen steht ihr selbst in beruflicher Hinsicht im Weg. Seit ihrer Grundausbildung bevorzugt sie die Zusammenarbeit im Team und das Gefühl, keinen Kameraden im Rücken zu haben, der Deckung gibt, beeinträchtigt ihre Konzentrationsfähigkeit regelmäßig immens. Nicht selten verleiten sie überhastete Schlüsse dann zu vermeidbaren Fehlern.

Mit der Schusswaffe stellt Cathy für beinahe jeden Gegner eine gefährliche Widersacherin dar, jedoch kann ein Kontrahent sie durchaus empfindlich treffen, wenn es ihm gelingt, die Distanz zu ihr schnell zu verringern. Das Wissen, einem Feind zu nahe zu kommen, setzt sie ungeachtet ihrer sonst üblichen Besonnenheit schnell unter Stress. Kämpfe in allzu beengter Umgebung sind ihr ebenfalls unangenehm und könnten einem Gegenspieler entscheidende Vorteile verschaffen.

Dies hängt unter anderem mit ihrem schwierigen Verhältnis zum bewaffneten Nahkampf zusammen. Sie beherrscht zwar dessen Grundlagen beinahe perfekt, ob nun wahlweise mit dem Bajonett oder bloßen Händen, allerdings ist sie den meisten Angreifern trotz ihrer tadellosen Kondition körperlich betrachtet unterlegen. Unerfahrene Kontrahenten zu überwältigen, bereitet ihr in der Regel keine große Mühe. Versierte Gegner, die diesen Vorteil ausspielen, bedeuten hingegen regelmäßig eine ernsthafte Bedrohung für sie. Physische Auseinandersetzungen über kürzeste Reichweite gehören folglich zu den letzten Optionen, die sie im Falle einer Konfrontation in Betracht zieht.

Cathy mag eine durchaus geeignete Führungsperson sein, manchmal lässt sie im Umgang mit den Soldaten unter ihrem Kommando allerdings die nötige Strenge vermissen. Sie überzeugt Menschen grundsätzlich lieber mit Argumenten, statt einfach nur unbegründete Befehle zu geben, weswegen sie allerdings gelegentlich ungewollt ihre eigene Autorität untergräbt. Ihr zeitweiser Mangel an Durchgriffsvermögen gehört mithin zu den wesentlichsten Hindernissen, die ihr weiteres Fortkommen beim Militär derzeit noch ausbremsen.

Zweifelsohne liegt die Vermutung bei der jungen Soldatin nicht besonders nahe, aber vollkommen unabhängig von ihrer sonst üblichen Kontaktfreudigkeit markieren Liebesbeziehungen und tiefergehende Gefühle ihren verwundbarsten Punkt. Nicht selten erweckt Cathy gar den Anschein, hinter einer Fassade aus unverfänglichen Witzeleien und augenzwinkernden Bemerkungen verborgen zu bleiben, um niemandem wirklich nahekommen zu müssen. Der Grund hierfür liegt in ihrem ambivalenten Verhältnis zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Diese lebte sie unter anderem aufgrund von Schamhaftigkeit und Schuldgefühlen niemals wirklich aus, lediglich die zaghafte Andeutung einer flüchtigen Romanze aus ihrer Zeit an der Highschool gereicht ihr heute noch zur tröstenden Erinnerung. Dementsprechend verbleibt eine große Lücke in ihrem Leben, die ihr wirkliche Erfüllung ungeachtet allen anderen Glücks nachhaltig versagt.

Zugleich verfügt Cathy nicht gerade über ein Händchen für intellektuell angehauchte Diskussionen. Es fehlt ihr bestimmt nicht an dem entsprechenden Scharfsinn, trotzdem zehren ausgedehnte Debatten über Gesellschaft und Weltpolitik ihre Geduld äußerst schnell auf. Daher wirft sie bei langwierigen Gesprächsrunden zu diesen Themen entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit schnell die Flinte ins Korn.

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Waffen
Als Angehörige der US-Army gehört für Cathy natürlich deren Standardpistole, die M9 im Kaliber 9x19mm, zum täglichen Arbeitsgerät. Sie verfügt über eine Tragelizenz für das verdeckte Mitführen von Faustfeuerwaffen und in diesem Rahmen fiel ihre Wahl auch privat auf jenes Modell, mit dem sie naturgemäß die beste Trefferquote erzielt.

In Zivil führt sie die Pistole so gut wie immer in einem einfachen Schulterholster aus Nylon mit, das gut unter ihre Jacke passt. Im Sommer trägt sie die Waffe demgegenüber offen am Gürtel, verwendet dafür aber eine Vorrichtung aus Kunststoff mit spezieller Sicherung gegen unbefugten Fremdzugriff. Ebenfalls gehört wenigstens ein Reservemagazin in einer passenden Befestigung zu ihrer Pflichtausrüstung.

Üblicherweise trägt sie zudem ein kleines taktisches Faltmesser bei sich, das für sie in erster Linie ein Allzweckwerkzeug darstellt und nur in hypothetischen Ausnahmefällen bei ihrer persönlichen Verteidigung eine Rolle spielen dürfte.

Ebenfalls verlässt Cathy nie ohne ihre nach militärischem Standard gefertigte Taschenlampe das Haus. Obwohl diese kaum den Durchmesser einer Zigarrendose überschreitet, reicht deren Leuchtkraft aus, um den dunkelsten Korridor in einen hellen Schein zu tauchen. Im Notfall ermöglicht ihr geschickter Einsatz selbst das kurzzeitige Blenden eines Angreifers.

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Vorlieben
  • Musik:
    Cathy liebt klassischen Jazz und Swing aus den Zwanziger- bis Fünfzigerjahren über alles. Diese Musik veranlasst sie je nach ihrer momentanen Stimmung zu bunten Tagträumen oder ausgelassenen Tänzen, ob nun in einem Club oder auf dem heimischen Fußboden. Zugleich entspannt sie nichts so sehr, wie ein gutes Album am Ende eines harten Arbeitstags zu einem eiskalten Getränk, am allerliebsten natürlich auf Vinyl. Ihre Freundin Sofiá, eine passionierte Sängerin und Pianistin, brachte ihr diese Genres einst nahe und seither lässt jene Leidenschaft die junge Soldatin nicht mehr los. Während der Schulzeit verbrachten die beiden ungezählte Stunden in der Aula, während Cathys Freundin für ihre Konzerte übte, daher verbindet sie eine ganze Reihe der bekanntesten Melodien mit wunderschönen Erinnerungen voller Ausgelassenheit und Frohsinn. Tatsächlich gibt es kaum einen Hit der großen Interpreten, zu dem sie nicht eine ganz persönliche Geschichte erzählen könnte.

    Ebenfalls einen besonderen Platz in ihrem Herzen nimmt die Kirchenmusik ein, hierzu zählen vor allem die machtvollen Chorstücke, welche an hohen Feiertagen in der Kapelle erklingen. Cathy spürt die Verbundenheit zu ihren Mitgläubigen immer dann am innigsten, wenn sie gemeinsam mit ihrer Gemeinde an den Sonntagen singen kann und aus dem Echo hunderter Stimmen eine einzige Lobpreisung wird. Dann fühlt sie tiefe Geborgenheit und findet selbst in hektischen Zeiten zu ihrem inneren Frieden. Insbesondere die Weihnachtschoräle gegen Ende des Jahres versäumt sie um nichts in der Welt.

    Bluesmusik zählt gleichsam zu ihren Favoriten, hier schätzt sie ganz besonders melancholische Gitarrenklänge. Gerät sie in eine ihrer etwas grüblerischen Phasen, hängt sie ihren Gedanken am liebsten zu einem entsprechenden Song nach. Die tanzbareren Werke dieses Stils mag sie nicht weniger und legt auch dazu gerne eine flotte Sohle aufs Parkett.

    Hip-Hop gehört nicht wirklich zu den Dingen, die sie privat hört, dennoch verbindet sie mit entsprechenden Liedern ein positives Gefühl, da solche Musik oft in den Mannschaftsunterkünften während ihrer Grundausbildung zu hören war und bei ihren Kameraden meistens für eine gute Grundstimmung sorgte.
  • Farbe:
    Sie mag eher dunkle Farben, insbesondere Schwarz empfindet sie als adrett und überaus elegant. Darüber hinaus gefallen ihr milde Grüntöne in aller Regel sehr, sie findet, diese strahlen Natürlichkeit und Ruhe aus. Nicht umsonst pendelt ihr Outfit meistens zwischen diesen beiden Gegensätzen.
  • Ambiente:
    Für Cathy geht nichts über ein gemütliches Café in entspannter Atmosphäre. Bereits in ihrer Jugend verging kaum ein Tag, an dem sie nicht mit Freunden in lauschiger Runde zusammensaß und ganz besonders mit Sofiá verbrachte sie in ihrem damaligen Lieblingsdiner ungezählte Stunden. Diese liebgewonnene Tradition behält sie bis heute bei und das allgegenwärtige Geklapper von Kaffeetassen in angenehmer Gesprächskulisse löst in ihr ein unbeschreiblich heimeliges Gefühl aus. Am meisten schätzt sie dabei die Wintermonate, wenn der Frost Eisblumen auf die großen Schaufenster malt und sie im Warmen die fallenden Schneeflocken beobachten darf. Dann genießt sie gerne einmal eine heiße Schokolade.

    Kirchen geben ihr schon seit jeher Halt und bieten ihr eine Zuflucht vor der alltäglichen Hektik und Rastlosigkeit. Insbesondere die Stille in einer abendlichen Kapelle beruhigt ihren Geist wie kaum ein anderer Ort und nicht selten bringt sie zwischen den Bänken auch abseits der Gottesdienste einige Zeit zu. Dann lauscht sie wahlweise den Chorproben oder betet in aller Stille. Der leichte Hall bei jedem Tritt auf dem steinernen Boden und ein leichter Duft von Weihrauch geben ihr dabei stets das Gefühl, zuhause zu sein.

    Zu kleinen Konzertsälen, Theatern oder Proberäumen pflegt sie ein besonderes Verhältnis, diese erinnern sie stets an Sofiás Gesang und ihr Klavierspiel, weswegen sie an solchen Orten eine außergewöhnliche Herzenswärme verspürt. Vor allem das Gefühl, in einem vollkommen leeren Zuschauerraum zu sitzen, verleiht ihren liebsten Erinnerungen wie von Zauberhand Flügel und bringt sie zu jenen Momenten zurück, die sie am schmerzlichsten vermisst.

    Ob ihrer musikalischen Leidenschaft besucht Cathy regelmäßig kleine Jazzclubs, am liebsten solche, die regelmäßig Livemusik spielen. Leicht tabakgeschwängerte Luft schreckt sie dabei ebenso wenig ab wie ein leicht verruchter Winkelzug und zu einer guten Bühnenperformance trinkt sie je nach Laune gerne einen oder zwei Scotchs.

    Am meisten liebt Cathy allerdings Stadtparks. Dort geht sie an Wochenenden nachts gerne allein spazieren. Manchmal nimmt sie einfach auf einer einsamen Bank Platz, lieber noch legt sie sich allerdings einfach in das weiche Gras und betrachtet den hell erleuchteten Sternenhimmel, wie sie es früher oft mit Sofíá tat. Beim Anblick des funkelnden Firmaments denkt sie dann oft an ihren ersten Kuss und sinniert über die Frage, ob sie einen Abend wie den damaligen irgendwann noch einmal erleben wird.
  • Eigenschaften:
    Die junge Soldatin schätzt an anderen Menschen vor allen Dingen Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Treue. Ebenso weiß sie es zu würdigen, wenn jemand festen Prinzipien folgt, selbst wenn diese vielleicht nicht unbedingt mit ihren eigenen übereinstimmen. Des Weiteren macht es Cathy Freude, wenn ihr Gegenüber einen gewissen Sinn für Humor besitzt.
  • Aussehen:
    Cathy begegnet neuen Bekanntschaften schon aus Überzeugung mit einem vollauf unvoreingenommenen Blick, lediglich auf ein gepflegtes Erscheinungsbild legt sie bei ihrem Gegenüber Wert, zumindest soweit es der Situation angemessen erscheint. Interesse erwecken bei ihr vor allem solche Menschen, die über einen gewissen Grad an Individualität verfügen und diesen selbstbewusst nach außen tragen. Ganz gleich, ob nun jemand ein ausgefallenes Schmuckstück trägt, vielleicht einen Kleidungsstil bevorzugt, der nicht ganz den Konventionen entspricht oder nur eine etwas ausgefallene Frisur hat, all diese kleinen und großen Details erwecken schnell die Aufmerksamkeit der jungen Soldatin, deren gewöhnliches Umfeld das vollkommene Gegenteil verkörpert.

    Im Widerspruch zu ihrem eigenen Äußeren bestaunt sie an anderen Frauen gerne extravagant zurechtgemachte Haare, aufwändig geflochtene Frisuren gefallen ihr besonders gut. Locken üben dabei eine besondere Anziehungskraft auf sie aus, ausdrucksstarke Augen nehmen sie schnell gefangen und volle Lippen faszinieren sie gleichsam. Doch nichts zieht sie derart in seinen Bann wie sanfte und ebene Hände, die mit vollendetem Geschick über die Tasten eines Klaviers tanzen. Geübte Pianisten mit einer starken Ausstrahlung sind in der Lage, ihr mitunter den Atem zu rauben.
  • Geschlecht:
    Cathy wuchs mit sehr traditionellen Vorstellungen von Ehe und Familie auf, suchte in ihrer Jugend also vor allem die Nähe zu jungen Männern. Erst zwei gescheiterte Beziehungen in ihrer Zeit an der Highschool nährten Zweifel, was ihre wahren Gefühle betraf. Seit einem bedeutungsschweren Ereignis kurz vor ihrem Schulabschluss steht für sie die Tatsache, nur in den Armen einer Frau wirkliche Geborgenheit zu verspüren, unleugbar im Raum.

    Ihre religiöse Überzeugung und die Furcht vor der Reaktion ihres Umfelds hält sie gleichwohl bislang davon ab, einen gesunden und selbstbewussten Umgang mit ihren Bedürfnissen zu finden, weswegen jene unerfüllten Sehnsüchte seit Jahren an ihrem sonst so lebensfrohen Gemüt nagen.
  • Hobbies:
    Hockey überstrahlt in Cathys Leben die meisten anderen Dinge, der rasante Sport auf dem Eis bedeutet ihr einfach alles. Als Kind bewunderte sie die legendären Spieler der damaligen Ära auf dem Fernsehschirm und übte den Schlagschuss aufs Tor, indem sie eine zerbeulte Coladose mit dem Besenstiel durch den Flur drosch. Von ihrer Mutter in einem neu gegründeten Sportclub untergebracht, der die Ausbildung von Mädchen förderte, zeigte sie sehr bald großes Talent und avancierte in ihrer Zeit an der Highschool zu einer der gefürchtetsten Stürmerinnen mit einem bis heute ungebrochenen Torrekord.

    Ihre Amateurlaufbahn gipfelte im Gewinn der regionalen Schulmeisterschaften mit siebzehn Jahren, ein Erfolg, der ihr fraglos den Sprung in eine Profikarriere ermöglicht hätte, wenn sie nicht aufgrund einer schweren Verletzung in der Folgesaison für ein halbes Jahr ausgefallen wäre. Trotz dieser großen Enttäuschung schlägt ihr Herz noch immer für ihr Heimatteam und um die Oberliga regelmäßig verfolgen zu können, abonnierte Cathy sogar kürzlich den Sportkanal, obwohl sie diesen eigentlich für vollkommen überteuert hält. Versäumt sie trotzdem eine Partie, weil sie gerade Dienst schiebt, ärgert sie sich dementsprechend maßlos.

    Trotz des vorzeitigen Ausscheidens aus ihrer Lieblingsdisziplin betreibt Cathy nach wie vor mit großem Enthusiasmus Sport, insbesondere das tägliche Lauftraining gehört für die junge Soldatin zu den unverzichtbaren Morgenritualen. Nicht weniger gern geht sie auf ausgedehnte Touren mit ihrem Fahrrad, am liebsten natürlich in der freien Natur mit einem angenehmen Fahrtwind, der um die Nase weht, wobei sie auf dem Mountainbike zur Not selbst im dichtesten Stadtverkehr stets den Überblick behält.

    An verregneten Tagen geht sie für ihr Leben gern ins Kino, einem unterhaltsamen Film und einer Tüte Popcorn zu widerstehen, gelingt Cathy nur in den seltensten Fällen. Bedauerlicherweise zählt sie bereits seit jungen Jahren zu jenen Zuschauern, die ihren Emotionen aufgrund einer besonders eindrücklichen Szene uneingedenk der übrigen Besucher etwas zu sorglos Ausdruck verleihen. Insbesondere bei den von ihr heimlich besonders geschätzten Romantikkomödien strapaziert sie mit lautstarkem Lachen oder Schluchzen oftmals die Nerven der übrigen Filmfans.

    Daneben hört sie bei Gelegenheit ihre Lieblingsmusik stets gerne auf der Bühne. Cathy besucht regelmäßig örtliche Jazzwettbewerbe und lauscht den altbewährten Standards mit gleicher Begeisterung wie neueren Kompositionen. Die familiäre Atmosphäre kleiner Clubkonzerte schätzt sie dabei fast noch ein wenig mehr und wird bei diesen sehr häufig angetroffen.

    Leider ist Cathy keine professionelle Tänzerin, kann dafür aber auf ein oder zwei Schritte zurückgreifen, die sie während ihrer Schulzeit lernte. Ihre Interpretation von Charleston oder Swing lässt sich zwar im besten Falle als recht individuell beschreiben, dennoch zeigt sie meist keine Scheu, zu entsprechender Gelegenheit ihre Fertigkeiten auf dem Parkett unter Beweis zu stellen. Tanz bedeutet für sie reine Lebensfreude, auf die sie um nichts in der Welt verzichten würde. Zu ihren ganz großen Träumen zählt die Teilnahme an einem Ball im Stil der Golden Twenties. Bei einer solchen Gelegenheit würde sie dann vielleicht sogar ein passendes Kleid tragen, wobei ihr eigentlich die Vorstellung eines Anzugs mit passendem Kurzhaarschnitt (eventuell sogar ergänzt um einen aufgemalten Oberlippenbart) weit besser gefällt.
  • Allgemeines:
    Obwohl es im Grunde zu ihrer beinahe täglichen Routine im Dienst gehört, verspürt Cathy beim Zerlegen und Reinigen einer Waffe immer ein beruhigendes Gefühl. Die routinierten Handgriffe und Bewegungsabläufe sowie das Kontrollieren der einzelnen Baugruppen erden ihren Geist selbst nach den hektischsten Tagen. Dabei genießt sie den markanten Geruch von Öl in der Luft.

    Das Ticken wie auch der Gongschlag alter Pendeluhren wirken auf sie ungemein entspannend, jene Geräusche erinnern sie stets an ihr Zuhause und vermitteln Cathy eine Empfindung von Geborgenheit.

    Ein sanfter Hauch von Parfum schmeichelt ihrer Nase bei fast jeder Gelegenheit, insbesondere eine leichte Note von Lavendel entführt sie bis in die entlegensten Winkel ihrer Fantasie.

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Abneigungen
  • Musik:
    Elektronische Musik erträgt Cathy die meiste Zeit noch recht gut, soweit dabei wenigstens eine irgendwie geartete Form von Melodie Niederschlag findet. Bei extremeren Spielarten erreicht ihre Belastbarkeit demgegenüber schnell Grenzen, insbesondere maschinengewehrartige Bässe zu schrägen Tönen aus dem Synthesizer strapazieren ihre Nerven deutlich über das tragbare Maß hinaus.

    Ähnlich geht es ihr mit Rockmusik, hier gesteht sie einem guten Song durchaus seine Qualitäten zu, führt der Weg allerdings in die Niederungen sägender Elektrogitarren, scheppernder Schlagzeuge und wie von Sinnen herumgrölender Sänger, reißt ihr Geduldsfaden auch hier früher oder später. Außerdem genießt die ländliche Countrymusik bei ihr kein besonders großes Ansehen, insbesondere grenzdebiles Zupfen auf dem Banjo, im schlimmsten Fall begleitet von jammernden Violinen, jagt sie regelmäßig in die Flucht.
  • Farbe:
    Knallige oder einfach nur quietschbunte Farben verbannt sie bereits seit Jahren konsequent aus ihrer Palette, vor allen Dingen Pink, Türkis, helles Orange und Neongelb empfindet sie als eine Beleidigung für jedweden guten Geschmack, ob nun in Sachen Kleidung, Autolack oder einfach nur als Anstrich für die Zimmerwand.
  • Ambiente:
    Orte, die sie übermäßig einengen, meidet Cathy nach Möglichkeit, insbesondere schmale Kellerräume oder dunkle Korridore machen sie durchaus schon einmal nervös. Am unangenehmsten erscheinen ihr allerdings üblicherweise weitgehend menschenleere Plätze, dunkle Winkel unter Fußgängerbrücken und abgeschiedene Seitengassen bei Nacht findet sie grundsätzlich suspekt und meidet sie, so oft es nur geht.

    Überhaupt verbindet sie trotz aller Vertrautheit mit trostlosen Kleinstadtvororten, wie jenem, in dem sie aufwuchs, wenig Positives, vielmehr deprimieren sie diese aus heutiger Perspektive eher noch ein wenig mehr. Wann immer sie lieblos aneinandergereihte Mietskasernen oder verwahrloste Wohnblocks sieht, spürt Cathy noch immer eine gewisse Beklemmung, die sie der früheren Existenznöte gewahrt, mit welchen ihre Mutter kämpfte.
  • Eigenschaften:
    Cathy missbilligt offene Affinitäten zu Aggressionen und Gewalt auf das Schärfste, insbesondere Menschen, die zum Spaß gerne nach Belieben auf Schwächeren oder gänzlich Wehrlosen herumtrampeln, treiben sie ungeachtet aller Selbstbeherrschung zur Weißglut. Randalierende Betrunkene und Möchtegernstraßenschläger gehörten zu den Geißeln ihrer Jugendzeit, deren von den Häuserwänden widerhallende Stimmen sie seit jenen Tagen wie ein unheilvolles Echo begleiten, dementsprechend bringt sie derlei Klientel grenzenlose Verachtung entgegen.

    Überheblichkeit und Arroganz leidet sie ebenso wenig. Leute, die aufgrund ihres sozialen Ranges oder der Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppe glauben, sie seien etwas Besseres, waren ihr schon immer ein Gräuel und wenn jemand Grundsätze wie Toleranz und Weltoffenheit mit Füßen tritt, wird sie dem in aller Deutlichkeit entgegentreten.

    Etwas mürrischere Zeitgenossen schrecken Cathy grundsätzlich nicht und die eine oder andere herablassende Bemerkung steckt sie mit ihrem selbstbewussten Auftreten locker weg, wenn es sein muss, wer allerdings wiederholt beleidigendes Verhalten zeigt, braucht seinen Kredit bei ihr in recht absehbarer Zeit auf. Ein gewisses Mindestmaß an gegenseitigem Respekt setzt die junge Soldatin bei jeder Begegnung auf Augenhöhe voraus und wer diese Vorleistung nicht erbringen will, den würdigt sie normalerweise keiner eingehenderen Aufmerksamkeit mehr.

    Unehrlichkeit findet sie ebenfalls gänzlich inakzeptabel. Cathy versteht das gelegentliche Erfordernis einer Notlüge, sieht aber normalerweise keine Rechtfertigung für willentlich in die Welt gesetzte Lügen. Menschen, die sie bewusst hintergehen oder ihr Vertrauen ausnutzen, zählt sie zu den schlimmstmöglichen Enttäuschungen.
  • Aussehen:
    Ein ungepflegtes Äußeres sowie erkennbare Mängel in Sachen Körperhygiene stoßen Cathy ab und auf übermäßig verlotterte oder verwahrloste Gestalten zuzugehen, bereitet ihr aller Offenheit zum Trotz große Schwierigkeiten.
  • Geschlecht:
    -
  • Aktionen:
    Glattgebügelte Sonntagsreden, politische Debatten oder Podiumsdiskussionen über Wirtschaftspolitik und Weltgeschehen langweilen Cathy zu Tode. Dementsprechend gehören Parteiveranstaltungen und Demonstrationen zu den Veranstaltungen, welchen sie nach Möglichkeit fernbleibt. Zweifellos pflegt sie eine Reihe von Idealen, die sie mit Überzeugung nach außen hin vertritt. Hier bevorzugt sie gleichwohl ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, statt in einer anonymen Masse unterzugehen und dabei stundenlang einem weit entfernten Redner auf einer Bühne zuzuhören.

    Ausgedehnte Shoppingtouren gehörten ebenfalls noch niemals zu ihrem liebsten Zeitvertreib. Wenn Cathy Kleidung oder Persönliches kauft, trifft sie ihre Entscheidung meist sehr schnell und mit zielsicherem Auge. Für ewige Anprobierorgien in den Textilboutiquen der Stadt brachte sie dagegen schon in ihrer Jugendzeit wenig Verständnis auf und rollt selbst heute noch mit den Augen, wenn sie an die ein oder Freundin denkt, die sich selbst nach einem gefühlten halben Tag in der Abteilung für Sommermode immer noch nicht für ein Outfit entscheiden konnte.

    Mit Bücherclubs verbindet sie ebenfalls eher wechselhafte Erfahrungen. Auf Sofiás Empfehlung hin gab sie dem Lesezirkel ihrer Highschool in grauer Vorzeit eine Chance, die ausschweifenden Interpretationen der auf dem Programm stehenden Romane brachten sie allerdings meist schon nach wenigen Minuten zum Gähnen. Wenn ihre beste Freundin dagegen abends im Stadtpark aus einem Buch vorlas, entfachte dies ihr Interesse für Literatur umso leidenschaftlicher.

    Wie die meisten Soldaten entwickelte Cathy zu Beginn ihrer militärischen Karriere eine ausgeprägte Unverträglichkeit gegen stundenlanges Postenstehen. Seit ihrer Beförderung zur Unteroffizierin bleibt ihr dies glücklicherweise weitgehend erspart.

    Sollte der unwahrscheinlichste Fall eintreten und Cathy infolge eines eigenartigen Versehens als Gast auf einer Verkaufsparty für Haushaltsgegenstände landen, käme für sie selbst eine Flucht durch das Toilettenfenster in Frage.
  • Allgemeines:
    Kriminalität, vor allen Dingen in ihren unmenschlichsten Erscheinungsformen, verurteilt Cathy. Das organisierte Verbrechen ist ihr dabei besonders zuwider. Die tagtäglichen Meldungen über die verheerenden Folgen des internationalen Handels mit Waffen, Drogen und Menschen erschüttern sie trotz ihres sonnigen Gemüts regelmäßig zutiefst und ihr bleibt es ein vollkommenes Rätsel, warum Menschen des Geldes wegen über Leichen gehen. Folglich trifft Leute, die in solche schmutzigen Geschäfte verwickelt sind, ihre allertiefste Abscheu.

    Rassismus und Sexismus gehören zu jenen Geisteshaltungen, die sie in ihrem Umfeld nicht duldet. Geifernde Bemerkungen auf Kosten von Minderheiten zu hören, lässt sie entgegen ihrer sonstigen Gelassenheit in Windeseile die Contenance verlieren und wer glaubt, ihr mit Scherzen auf Kosten von Frauen ein Lachen zu entlocken, erlebt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein blaues Wunder.

    Mit Vorurteilen in Bezug auf ihre Tätigkeit kann sie schon ein wenig besser umgehen, dennoch ärgert Cathy hier die zuweilen einseitige und abwertende Meinung bestimmter Personen. Dabei hegt sie für Pazifismus durchaus großes Verständnis, immerhin findet sie die Vorstellung einer vollkommen friedlichen Welt ebenfalls überaus sympathisch. Dennoch fordert sie als Angehörige des Militärs einen gewissen Vorschuss an Wertschätzung ein, wie er jeder Berufsgruppe zusteht. Wer dies verweigert, disqualifiziert sich in ihren Augen für jede weitere Diskussion.

    Wie so viele andere Leidgeprüfte hasst Cathy die alljährliche Steuererklärung. Selbst die engagierte Unteroffizierin, in deren Alltag Schreibtischarbeit nicht wirklich ein Fremdwort darstellt, scheut den papiernen Albtraum schon Monate im Voraus und einzig das Vorhandensein von Kaffee in ausreichender Menge verleiht ihr genügend Ausdauer, den bürokratischen Albtraum immer wieder bis zum Ende durchzustehen.

    Angesichts ihrer ausgeprägten Kenntnisse weiß Cathy die spezifischen Eigenheiten und Einsatzvorteile fast jeder Feuerwaffe zu schätzen. Die Ausnahme bilden bei ihr Schrotflinten, denen sie nach wie vor nichts abgewinnen kann, sie empfindet solche Gewehre als klobig, ordinär und insbesondere die rohe, kaum vorherzusehende Wirkung von Schrotladungen widerspricht ganz fundamental ihrer Philosophie auf dem Schießstand, die mehr auf Treffsicherheit denn geballter Feuerkraft basiert.

    Zu Kleidern und Röcken pflegt sie bereits seit ihrer Jugend ein gespaltenes Verhältnis. So gern Cathy diese an anderen Frauen bewundern mag, ihre Begeisterung sinkt meist ins Bodenlose, wenn sie selbst derartige Kleidungsstücke tragen soll. Aktuell stellt vor allem der zu ihrer Dienstuniform gehörige Rock ein notwendiges Übel dar, wenigstens bis das Zeugamt ihr die vor kurzem beantragte Hose zuschickt. Dann könnte sie zugleich endlich die albernen Pumps aus ihrer Dienstzeit verbannen, von den kratzigen Nylonstrümpfen ganz zu schweigen.

    Selbsternannte Experten sollten in ihrer Nähe jegliche Bemerkungen oder Witze über das angeblich niedrige Niveau von Dameneishockey ebenfalls besser unterlassen.

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Charakter

Kurzbeschreibung:
Freudig, aufgeschlossen, gesellig, neugierig, humorvoll, mutig, charmant, fürsorglich, ehrlich, mitfühlend, treu, schlagfertig, ehrgeizig, gläubig, manchmal nachdenklich, zuweilen melancholisch, insgeheim innerlich zerrissen.

Ausführliche Beschreibung:
Wenn sie den Raum betritt, geht die Sonne auf. Dieser vielleicht etwas abgedroschen klingende Spruch trifft im Falle von Cathy tatsächlich haargenau den Punkt. Die junge Frau begrüßt jeden neuen Morgen aus fester Überzeugung mit einem Lächeln und es muss schon eine Menge schiefgehen, um es ihr im Laufe des Tages noch einmal aus dem Antlitz zu zaubern. Die kleinen Kuriositäten des Alltags erfreuen sie dabei ebenso wie die unvermeidlichen Missgeschicke, denen sie meist mit selbstironischer Gelassenheit und augenzwinkerndem Humor begegnet. Überhaupt gehört Cathy nicht zu jenen Menschen, die sich selbst allzu ernst nehmen und dementsprechend kann sie auch über verschütteten Kaffee auf der brandneu eingekauften Hose lachen, Hauptsache, es gibt jemanden, der mit ihr darüber scherzt.

Unter Leuten zu sein, bedeutet ihr dabei am allermeisten. Erst in der Gesellschaft wohlmeinender und geliebter Menschen erblüht Cathys freudvolles Gemüt richtig. Dann stellt sie die begeisterungsfähigste Gesprächspartnerin und aufmerksamste Zuhörerin dar, die überhaupt vorstellbar ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand gerade eine Gefährtin zum Pferdestehlen oder eine Schulter zum Anlehnen sucht, die junge Soldatin besitzt ein einmaliges Einfühlungsvermögen und weiß meist genau, welchen Ton sie treffen muss, um ihrem Gegenüber eine schöne Zeit zu schenken. Genau aus diesem Grund sucht sie stets nach neuen Bekanntschaften und jede Begegnung mit einem noch fremden Gesicht weckt in ihr eine unbändige Neugier auf die Dinge, welche daraus folgen könnten. Dank ihres charmanten und doch gänzlich ungezwungenen Wesens gewinnt sie dabei oft spielend das Vertrauen und die Zuneigung anderer Leute.

Jene, die Teil ihres engeren Umkreises werden, finden in Cathy nicht selten eine Freundin fürs Leben. Schließt die junge Soldatin einmal jemanden in ihr Herz, vergisst sie diese Person nie mehr und pflegt den Kontakt zu ihr mit besonderer Hingabe. Im schlimmsten Fall vergehen vielleicht einmal zwei oder drei Wochen Funkstille, ehe sie wieder das Telefon zur Hand nimmt. Oft folgt darauf eine spontane Einladung auf einen Drink oder ein Eis im Sommer. Braucht es dagegen eher ein offenes Ohr für drückende Sorgen oder tatkräftige Unterstützung, wird sie gleichermaßen keine Mühen scheuen, um mit Rat und Tat zu helfen. Wer ihr nahesteht, darf auf ihren Beistand immer und überall zählen, von diesem unverbrüchlichen Grundsatz weicht sie keinen Millimeter ab.

Denn trotz ihrer lockeren Art sollte niemand den Fehler machen und Cathy aufgrund ihres Alters einen jugendlichen Leichtfuß nennen. Mit einer alleinerziehenden Mutter im rauen Vorort einer ärmlichen Stadt aufgewachsen, lernte sie schon früh die Schattenseiten der Gesellschaft kennen. Aus diesem Grund bedeuten ihr Werte wie Solidarität und gegenseitige Fürsorge sehr viel, dementsprechend verweigert sie keinem Fremden ihre Unterstützung. Hier prägt sie nicht nur ihre christliche Erziehung, sondern ebenso ihr Berufsethos als Angehörige der bewaffneten Streitkräfte. Für Cathy geht ihre Tätigkeit mit einer besonderen Verantwortung für das Wohl und die Sicherheit aller Bürger einher. Sollte ein Notfall ihre Aufmerksamkeit erregen, wird sie immer zu den Ersten gehören, die an Ort und Stelle ihr Möglichstes leisten.

Überhaupt mangelt es ihr kaum an Einsatzbereitschaft. Bereits von Kindesbeinen auf in Sachen Eigeninitiative gefordert, lernte sie früh, ihre Ziele mit unnachgiebigem Willen zu verfolgen. Ob in der Stürmerposition ihrer früheren Eishockeymannschaft oder später beim Militär, sich in rauen Umfeldern durchzusetzen, stellt ihre Spezialdisziplin dar. Hier bleibt sie mit Beharrlichkeit und Willensstärke stets am Ball (respektive am Puck), was ihr selbst in Männerdomänen wie der Armee schnell Respekt und Anerkennung einbrachte. Dennoch, von übertriebenem Konkurrenzdenken hält Cathy rein gar nichts, für sie steht der Mehrwert für alle Beteiligten an oberster Stelle und diese Grundsätze lebt die Unteroffizierin im Rahmen ihrer noch einigermaßen geringen Erfahrung so gut wie möglich vor.

Wer ob ihres offenherzigen Wesens nun darauf schließt, Cathy ginge es allein darum, immer und überall jedermanns Liebling zu sein, den straft die selbstbewusste junge Frau bald Lügen. Denn aller Höflichkeit zum Trotz weiß sie aufdringliche und aggressive Zeitgenossen mit aller Entschiedenheit in die Schranken zu weisen. Wer ihre Grenzen überschreitet, den bringt sie ohne falsche Scham mit schlagfertiger Wortgewandtheit oder im Ernstfall auch handfesteren Argumenten rasch zur Räson. Wird jemand in ihrer Nähe Opfer übergriffigen Verhaltens, schreitet sie mit noch größerer Vehemenz dagegen ein. Um einem wehrlosen Menschen beizustehen, wird sie im Falle eines Falles bis an ihre Grenzen gehen und hierfür selbst schwerwiegende Gefahren für ihr eigenes körperliches Wohl in Kauf nehmen.

Da ihre selbstgesteckten Erwartungen und die Anforderungen in ihrem Betätigungsfeld dementsprechend mit nicht eben geringen Belastungen einhergehen, benötigt Cathy trotz allem des Öfteren eine Verschnaufpause. Diese findet sie neben Unternehmungen mit Freunden vor allem in der Spiritualität. Ob ihres eher modernen und weltgewandten Auftretens mag es einen unbefangenen Beobachter vielleicht verwundern, aber Cathy lebt ihren katholischen Glauben mit außergewöhnlicher Inbrunst. Aus ihm schöpft sie dringend benötigte Kraft und kommt ihr einmal in der Hektik der täglichen Wirren die Bodenhaftung abhanden, findet sie diese meist im beruhigenden Umfeld der heimischen Kirchengemeinde schnell wieder.

Jener kleinen Zufluchten aus dem Alltag bedarf Cathy dabei durchaus häufiger, denn dem äußeren Anschein zum Trotz plagt sie in ihrem Innersten gleichwohl der ein oder andere Selbstzweifel. Nicht nur ihre hochstehenden Ideale markieren häufig eine Hürde, welche die junge Soldatin kaum zu überspringen weiß, auch die nicht zu vermeidenden Stunden in Einsamkeit belasten ihr Gemüt regelmäßig schwer. Verliert sie entgegen aller guten Vorsätze zeitweise den Anschluss an ihr Umfeld, leidet sie nicht selten unter Stimmungseintrübungen, die schlimmstenfalls in längere melancholische Phasen ausufern.

Insbesondere ein Geheimnis, das sie seit ihrem letzten Jahr an der Highschool hütet, stürzt sie mit unangenehmer Regelmäßigkeit in tiefgreifende Identitätskrisen. Zu jener Zeit entdeckten ihre beste Freundin und sie eine innige gegenseitige Zuneigung. Dieses Ereignis stellte ihre gesamte Gefühlswelt auf den Kopf und die damit einhergehende Erkenntnis verinnerlichte Cathy im Grunde niemals vollkommen. In der Gegenwart einer anziehenden Frau manchmal mit roten Wangen und weichen Knien kämpfen zu müssen, bereitet ihr noch immer Unbehagen. Nicht selten leistet sie gegen diese Gefühle energischen Widerstand.

Spätestens in diesem einen Punkt wenden sich Cathys moralische Prinzipien endgültig gegen sie. Zwar bringt sie in beinahe allen anderen Lebensbereichen die Religion mit ihren ansonsten weitgehend liberalen Ansichten in Einklang, an diesem einen Konflikt jedoch scheitert sie hoffnungslos. Zieht sie auch nur in Erwägung, ihrem Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Nähe nachzugeben, zwingen sie ihre Schuldgefühle sofort zurück in die Konformität. In Sachen Partnerschaft und Familie einen eigenen Weg zu beschreiten, stellt ihr ein schier unüberwindbares Hindernis in den Weg, hier wiegt die Furcht vor den jenseitigen Konsequenzen für Cathy deutlich zu schwer. Aus diesem Grund kann in ihrem Leben nicht sein, was nicht sein darf.

Zu ermessen, welch hohen Preis sie hierfür bezahlt, dürfte selbst den von ihr am innigsten geliebten Menschen unmöglich sein. Denn entgegen aller Kontaktfreudigkeit verurteilt sie diese Haltung letztlich zu einem Dasein in Einsamkeit. Selbst die von ihr heimlich so hochgeschätzten Romantikfilme erfüllen letzten Endes nur den Zweck eines zweitklassigen Ersatzes für eine liebevolle Beziehung im echten Leben. Diese bittere Gewissheit erträgt sie nur mit Mühe und ihr künftiges Wohlergehen wird entscheidend davon abhängen, ob sie die Stärke findet, um diesen Teufelskreis endlich zu durchbrechen.

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Ziele
Ungeachtet aller bereits gemeisterten Herausforderungen, gibt es noch viele Dinge, die Cathy erreichen will. Durch ihre vergangenen Erfolge beim Militär bestärkt, wägt sie etwa in letzter Zeit immer häufiger ihre Chancen auf eine Offizierslaufbahn ab. Bei dieser Gelegenheit sozusagen auf dem zweiten Bildungsweg noch einmal die Chance auf einen Collegeabschluss zu erhalten, befeuert ihre diesbezügliche Motivation noch weiter.

Obwohl ihre aktive Zeit auf dem Eishockeyspielfeld bereits eine Weile zurückliegt, glaubt ein Teil von ihr weiter daran, eines Tages wieder in einem Pflichtspiel aufzulaufen. Die Vorstellung, wenigstens ein einziges Mal im Kader einer Profimannschaft zu stehen, rückt vielleicht mit jedem Tag in weitere Ferne, ihre Vorstellungskraft erhält jenen Traum dafür umso beharrlicher aufrecht.

In ihrem Privatleben tritt hingegen die zaghafte Hoffnung auf Wärme und Geborgenheit immer stärker in den Vordergrund. Ihre Gewissensbisse zu überwinden und einen Menschen kennenzulernen, in dessen Umarmung sie wahrhaftige Liebe findet, wäre ihr sehnlichster Wunsch.

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Sonstiges
Cathy verfügt über einen Führerschein, besitzt aber kein eigenes Fahrzeug. Auf längeren Strecken schwört sie stattdessen auf ihr unverwüstliches Mountainbike, das natürlich in schwarzem Seidenmatt erstrahlt. In der Stadt greift sie demgegenüber gewohnheitsmäßig auf ein Taxi zurück.

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Leben in Venedic/Phoenix/New York
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„Wenn jeder Mensch alle Menschen liebte, so besäße jeder Einzelne die Welt.“

Friedrich von Schiller


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Cathy
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Kleidung: Formelle grüne Dienstuniform nebst Rang- und Leistungsabzeichen mit weißer Bluse, schwarzer Damenkrawatte, Rock und Schirmkappe.
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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 29.08.2019, 21:10

Lebenslauf


Prolog


Cathy ächzte, während sie das von fahlem Licht erhellte Treppenhaus erklomm. Mit jeder neuen Stufe drohte sie der bleierne Rucksack auf ihrem Rücken in die Knie zu zwingen, die wundgelaufenen Füße in ihren Stiefeln schrien förmlich danach, endlich von ihren Qualen erlöst zu werden und der Schweiß trat bereits sichtbar unter den Rändern ihrer Feldmütze hervor. Gleichwohl strebte sie mit unerschütterlicher Zielstrebigkeit den oberen Stockwerken des Wohnblocks entgegen, ohne auch nur einmal innezuhalten. Dann und wann streifte ihr Auge die zahlreichen Kritzeleien und Tags, welche im Laufe der Jahre zu einer endlosen Collage aus unleserlichen Buchstaben geworden waren, von denen die meisten irgendwelche vulgären Botschaften verkündeten, die ihren mutmaßlich spätpubertären Urhebern zu wertvoll erschienen sein mussten, um sie der ahnungslosen Nachwelt vorzuenthalten. Eigentlich hasste Cathy diese Art von Schmiererei, doch nicht einmal der schier endlose Strom an Obszönitäten trübte heute ihre freudige Stimmung und so ertrug sie mit stoischer Gleichgültigkeit das trostlose Antlitz der im Grunde abrissreifen Mietskaserne, deren abgeblätterte Wände ihre in graue Tarnfarbe gehüllte Gestalt beinahe zu verschlucken drohten.

In der elften Etage fand die unselige Plackerei schließlich ein Ende und Cathy schleppte ihre ermattete Gestalt in den Korridor zu ihrer Linken. Der stete Tritt ihrer Sohlen hallte in dem Gang wider und die unverwechselbaren Gerüche von Zigarettenqualm und altem Metall siegen in ihre Nase. Behutsam, beinahe andächtig musterte sie die schmucklosen Apartmenttüren, die ihren Weg säumten. Erst ganz am Ende, im vermutlich hintersten Winkel des Betonungetüms, blieb sie vor der Wohnung mit der Nummer Siebenundvierzig stehen. Cathy richtete ihren gekrümmten Körper auf, straffte – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – den Nacken und streckte eine Hand in Richtung der Klingel aus. Nur kurz verharrte ihr Zeigefinger in der Luft, während ungebändigte Vorfreude die bereits hellroten Wangen der jungen Frau förmlich zum Glühen brachte. Dann endlich, nach einem flüchtigen Blinzeln, das in Cathys Wahrnehmung einer Ewigkeit glich, fand er seinen Platz und das Schrillen der Glocke ließ ihr Herz beinahe einen Satz machen. Zunächst herrschte Stille, ehe aus dem Innern Schritte ertönten. Der Knauf drehte sich unter einem vernehmlichen Knirschen und die Tür ging einen Spalt weit auf. Hinter der Kette, die sie an Ort und Stelle hielt, lugte eine hagere Frau mit langen schwarzen Locken hervor. Sie trug lediglich eine vergilbte weiße Bluse und einen schlichten grünen Rock. Als sie die Gestalt in dem farblosen Tarnanzug erkannte, kam ein unbändiges Strahlen über ihr Gesicht.

„Bist du das, Schätzchen?“, brachte sie nur atemlos hervor.

Cathy antwortete mit einem breiten Grinsen.

„Ich hab dir ja versprochen, dass ich es rechtzeitig schaffe, Mom.“

Ihre Mutter blieb eine Weile wie angewurzelt stehen. Dann löste sie hektisch das Sicherheitsschloss und trat auf den Flur. Die junge Soldatin ließ ihrerseits in einem spontanen Entschluss die Riemen ihres Rucksacks von den Schultern gleiten und beide Frauen fielen einander in die Arme.

„Ich bin zuhause“, flüsterte Cathy. Und für diesen einen Moment wich ihre ganze Welt, all ihr Hoffen und Sehnen, diesem einen Gedanken, neben dem jede Sorge vollkommen bedeutungslos wurde.

„Ich bin zuhause, Mom.“



Erstes Kapitel


Auf der Schwelle zwischen dem Gestern und einem neuen Morgen


Endlich von ihrer Mütze und der verschwitzten Feldjacke befreit, fiel Cathy überglücklich in die Kissen des alten Ledersofas, wobei ihr ein zufriedener Seufzer entfuhr. Eine Weile lang genoss sie es, einfach nur die müden Glieder auszustrecken. Der wohlige Duft von altem Holz und blühenden Orchideen umschmeichelte ihre Nase und weckte Erinnerungen an ihre Kindheit. Ganz unwillkürlich bemerkte Cathy die kleine Topfpflanze auf dem Beistelltisch vor dem alten Fernsehgerät, deren Blüten wie beiläufig einige violette Klekse in das ansonsten vom warmen Braun der betagten Holzmöbel beherrschte Zimmer malte. Auf einer kleinen Kommode zu ihrer Rechten standen unzählige gerahmte Fotos, über denen eine erhabene antike Uhr thronte, deren sanftes Ticktack dem Widerhall lang vergangener Tage glich. Die Tristesse des Treppenhauses, obgleich nur wenige Schritte entfernt, schien hier mit einem Male weit weg zu sein. Unfähig, der heimeligen Wirkung jenes wundervollen Ortes noch weiterhin zu widerstehen, beschloss die junge Soldatin kurzerhand, sich rücklings und mit angezogenen Beinen auf die Sitzfläche zu legen. Mit einem wohligen Prusten auf den Lippen fielen ihr die Augen zu.

„Hey, macht da etwa schon jemand schlapp?“

Cathy schlug die Wimpern auf. Vor ihr stand Anna mit einer Tüte Kartoffelchips in der einen und einer Coladose in der anderen Hand. Sie schmunzelte beim Anblick ihrer Tochter, der sie an eine auf der Couch zusammengerollte Katze erinnerte. Sichtlich amüsiert nahm sie neben ihr Platz, stellte die Snacks ab und fuhr mit der Hand scherzhaft durch Cathys seidenschwarzes Haar.

„Mein armer Liebling“, scherzte sie.

„Tut mir leid, Mom“, gab Cathy gähnend zurück. „Keine Ahnung, was mit mir los ist. Vielleicht muss unser Team heute mal ohne mich auskommen.“

Anna lächelte milde, sagte aber nichts. Ihre Tochter versäumte nie ein Spiel ihrer Lieblingsmannschaft, nicht einmal dann, wenn sie eigentlich am liebsten schlafen würde. Ihrer Erwartung entsprechend kam Cathy nach einigem Murren in die Höhe.

„Na siehst du, alles halb so schlimm. Das bekommen wir schon wieder hin, Schatz.“

Sie reichte ihrer müden Kriegerin die Cola. Cathy öffnete die Dose, trank sie beinahe in einem Zug leer und sank kurz darauf neuerlich gegen die Rückenlehne.

„Ich dachte wirklich, diese Übung nimmt nie mehr ein Ende“, seufzte sie schließlich. „Ich bin seit drei Tagen zurück und immer noch völlig im Eimer. Den ganzen Monat über nur Dauerregen, Schlamm und Schinderei. Noch eine Woche mehr und wir hätten alle den Verstand verloren.“

Ihre Mutter sah mit gespielter Gleichmütigkeit ein wenig zur Seite.

„Nun, soweit ich mich erinnere, war ein gewisser Jemand vor ziemlich genau einem Monat ganz versessen darauf, nach Frankreich zu gehen. Ich glaube, sie nannte das Ganze eine besondere Herausforderung. Ja, richtig. So ähnlich hat sie damals geklungen.“

Cathy verdrehte nur kurz die Augen.

„Mom, wenn du mir damit noch einmal sagen willst, ich wäre als Supermarktangestellte besser dran, dann habe ich das langsam verstanden.“

Anna zuckte mit den Schultern.

„In einem Supermarkt angestellt zu sein, ist nicht das Schlechteste, weißt du? Ich bin das immerhin schon mein ganzes Leben und es hat gereicht, um uns beide fünfzehn Jahre lang über die Runden zu bringen. Dafür schäme ich mich nicht.“

Ein Hauch von Bitterkeit lag in der Stimme ihrer Mutter, der Cathy gleichwohl nicht verborgen blieb. Dafür hatte sie ihn schon zu oft gehört. Nun rückte sie ein wenig näher an Anna heran und ergriff ihre Hand.

„Und ich mich genauso wenig, das weißt du. Ich bin stolz auf dich. Das wird sich nie ändern. Trotzdem, es ist meine Entscheidung gewesen, Soldatin zu werden. Weil ich es so wollte. Weil es mich stolz macht. Und damit du es auch sein kannst.“

Anna erwiderte die Geste ihrer Tochter umso fester.

„Das werde ich immer sein, Schätzchen. Ob du nun eine Uniform trägst oder nicht. Es ist nur so, dass ich jedes Mal fürchterliche Angst habe, wenn du so weit fort musst, verstehst du?“

Nun lachte Cathy erleichtert auf.

„Ach, du machst dir zu viele Sorgen. Manöver sind für uns bei den Streitkräften völlig normal und wir verwenden dabei nicht mal scharfe Munition. Es ist nur einfach ziemlich anstrengend, aber wer das nicht packt, hat bei uns eben nichts zu suchen.“

Im Grunde überspielte sie in solchen Momenten nur ihre eigenen Unsicherheiten. Denn tatsächlich dachte auch Cathy oft darüber nach, was es bedeuten würde, wenn irgendwann einmal vielleicht der Tag in ihrer Dienstzeit kam, an dem es nicht mehr nur um Scheinwaffen und Platzpatronen ging. Und manchmal gelang es ihr nur mit Mühe, das eigene Unbehagen hierüber beiseite zu schieben. Doch sie versah ihren Dienst aus Überzeugung und akzeptierte es, mit diesen Empfindungen zu leben.

Einzig das Gefühl, Anna niemals ganz die Furcht um ihr Wohlergehen nehmen zu können, erfüllte sie stets mit einer stillen Beklemmung, die ihre selbstbewussten Worte nie ganz zu kaschieren vermochten. Selbst jetzt bereitete ihr diese Gewissheit ein flaues Gefühl in der Magengegend. Um den Gedanken schnell zu vertreiben, griff sie, einer alten Tradition folgend, in den Halsausschnitt ihres sandfarbenen Armeeuntershirts und zog die Kette hervor, an welcher neben ihren beiden Erkennungsmarken ein kleines silbernes Amulett schimmerte. Darauf prangte das Abbild der Jungfrau Maria. Dieses nahm sie zwischen Daumen und Zeigefinger.

„Außerdem hab ich ja das hier“, meinte sie und hauchte einen Kuss darauf, ehe sie es behutsam auf ihre Brust legte.

„Du hast mir gesagt, es wird mich für immer beschützen. Was soll mir also schon passieren?“

Anna wohnte der Geste ihrer Tochter aufmerksam bei und stützte dabei kurz das Kinn auf ihre Faust.

„Damals wurdest du gerade acht Jahre alt. Deine Erstkommunion.“

Cathy nickte.

„Zusammen mit Sophie. Ich kann mich noch erinnern, wie aufgeregt wir beide waren. Die geschmückte Kirche und die vielen Menschen. Ich glaube, ihre ganze Familie kam zu Besuch, fünfzehn oder zwanzig Leute bestimmt. Was für ein Trubel.“

Ihre Mutter strich beiläufig eine Falte aus ihrem Rock.

„Ich werde es nie vergessen, ihr beide am Altar in euren weißen Kleidern. Die Nacht zuvor stand ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil ich dachte, deines würde nicht mehr rechtzeitig fertig. Mir taten schon die Fingerkuppen weh, so oft habe ich mich an der Nähnadel gestochen.“

„Doch meine Mom hat es hinbekommen. Wie immer.“

„Ja, Gott sei Dank. Und du sahst hinreißend aus. An dem Nachmittag schien sogar die Sonne durch das Buntglas. Und Reverend Clements Chor hat nie schöner gesungen.“

„Und du hast am Abend bei Sophie die Piñata mit dem ersten Schlag erwischt“, grinste Cathy.

Anna wurde ein wenig rot.

„Das weißt du wirklich noch? Meine Güte.“

„Klar. Du hast ausgeholt wie Babe Ruth. Und, zack, lagen überall Süßigkeiten auf dem Boden.“

Beide lachten eine Weile ausgelassen. Cathy liebte diese zwanglosen Erzählungen über alte Zeiten, wenn sie ihre Mutter besuchte. Manchmal schien es, sie könnte die glücklichen Kindertage zurückholen und sei es nur für ein paar Minuten.

„Trotzdem plagte mich immer ein schlechtes Gewissen“, fügte Anna etwas nachdenklicher hinzu. „Ihre Eltern luden uns ein und da standen wir inmitten dieser großen, fröhlichen Familie. Und du nur mit mir.“

An dieser Stelle verzog Cathy betont übertrieben das Gesicht.

„Mom, fängst du schon wieder damit an?“

Anna blinzelte verschämt.

„Entschuldige, Schätzchen. Aber ich habe oft überlegt, ob dir nicht vielleicht etwas entgangen ist.“

„Quatsch. Es gab nichts, das ich vermisst hätte. Und außer dir wollte ich ohnehin niemanden dabeihaben. Du und Sophie, ihr seid die einzige Familie, die ich brauche.“

Cathys Mutter legte die Stirn in Falten.

„Sie war ein Segen. Als wir zwei Jahre zuvor in diese Gegend ziehen mussten, konnte ich kaum ruhig schlafen. All die Geschichten, die man hörte, über die Gangs und die Gewalt. Der schlechteste Ort auf der Welt, um ein kleines Mädchen großzuziehen. Wie soll sie hier nur eine einzige nette Spielgefährtin finden? Das dachte ich mir oft, wenn ich nachts wach lag. Und dann liefst du ihr über den Weg. Einfach so.“

„Eigentlich stöberte sie ja mich auf“, wiegelte Cathy etwas verlegen ab. „Es passierte ein paar Tage nach unserem Umzug. Du hast mir dieses kleine ferngesteuerte Auto gekauft. Da kam sie vorbei und fragte mich, ob sie mitspielen darf.“

„Und von da an trennte euch niemand mehr. Ich glaube, in den ganzen Jahren sah ich sie fast so oft wie dich.“

Die junge Soldatin überkam ein Gefühl von vertrauter Wärme. Ihre Mutter lag wahrscheinlich richtig. Sofiá Alejandra Rodriguez, die sie schon damals liebevoll Sophie nannte, blieb von da an ihre allerbeste Freundin. Bis zu ihrem gemeinsamen Abschluss an der Western-State-Highschool klebten sie buchstäblich aneinander, glichen in jeder Hinsicht Pech und Schwefel. Cathy gab Anna in jeder Hinsicht recht, ohne eine solche Gefährtin hätte ihre Kindheit in dieser hoffnungslosen Gegend noch um einiges trostloser ausgesehen. Die schlecht sanierten Straßen zwischen den allgegenwärtigen Mietskasernen boten kaum Raum für eine behütete Kindheit, umso weniger für Cathy, die mit einer alleinerziehenden und berufstätigen Mutter bereits früh lernen musste, selbstständig zu sein. Erst viel später erfuhr sie, was der Begriff Schlüsselkind eigentlich bedeutete. Das damit verbundene Lebensgefühl hingegen blieb ihr für immer in schmerzlicher Erinnerung.

Was nun Sofiá betraf, lagen die Dinge sogar noch etwas schlechter. Mit zwei in Vollzeit arbeitenden Elternteilen und drei kleinen Geschwistern übernahm sie noch weitaus mehr Verantwortung. Vielleicht schweißte jenes stille Verständnis die beiden Mädchen so eng zusammen. Letztlich spielte der Grund für ihre Verbundenheit gar keine große Rolle. Wenn zwei Menschen einander von Anfang an ohne Worte verstanden, verlor die Frage nach dem Warum jedwede Bedeutung.

„Ich habe eine Weile nichts mehr von ihr gehört“, riss Anna ihre Tochter aus deren Überlegungen. „Es geht ihr doch gut, oder?“

Cathy blickte überrascht auf. Ihre Antwort klang zaghaft.

„Sagte sie mir so, Mom. Wir haben vorgestern noch telefoniert. Die Arbeit hält sie nur sehr auf Trab. Na ja, eigentlich uns beide.“

„Sie ist jetzt medizinische Assistentin am Northern-General, stimmt das?“

„Genau, seit einem halben Jahr. Und Juan geht schon in die Vorschule.“

Cathy schwieg. Es fiel ihr schwer, zu begreifen, wie viel Zeit seither vergangen war. Kurz nach dem Ende der Highschool entschied sie, freiwillig die Grundausbildung bei der Armee zu absolvieren. Sofiá hingegen ergatterte am College einen Studienplatz für das Fach Medizin. Während Cathy den mühsamen Weg zur Unteroffizerin antrat, der über steinige Wege führte, durch Gräben und Stacheldrahtbarrieren, bestand ihre Freundin nicht nur den Abschluss mit Auszeichnung, sondern heiratete kurz danach ihren Verlobten Nathan, der mit ihnen bereits die Schule besuchte.

Manchmal, wenn sie länger darüber nachdachte, konnte sie nicht ganz verhehlen, trotz des Glücks und Erfolgs von Sofiá eine tiefe Schwermut über den Lauf der Dinge zu empfinden. Dennoch, wann immer diese Gefühle an die Oberfläche gelangten, vergrub sie Cathy umso vehementer. Stattdessen zögerte sie vor viereinhalb Jahren nicht, auf das Bitten ihrer Freundin hin die Taufpatenschaft für ihren Sohn Juan zu übernehmen. Seither wurden ihre Treffen immer seltener, ein Umstand, der die junge Soldatin schwer betrübte.

„Das ist verrückt“, murmelte sie. „Wenn ich dir zuhöre, denke ich daran, wie wir zusammen gespielt haben, genau da draußen vor der Tür. Und jetzt ist sie schon selbst Mutter. Als wäre die Zeit vorbeigeflogen.“

Anna beugte sich ein wenig vor und strich ihrer Tochter sanft über die Wange. Die unerwartete Berührung lenkte Cathys Aufmerksamkeit auf das Gesicht ihrer Mutter, die sie wissend anlächelte.

„Schon ein wenig. Aber ich bin darüber nicht traurig. Denn mein kleines Mädchen ist jetzt erwachsen und geht ihren Weg. Und das macht mich sehr glücklich.“

Cathys Mundwinkel zuckten.

„Hast ja recht. Ist blödsinnig, wehmütig zu werden. Es läuft schließlich alles großartig und ich bin auch zufrieden. Obwohl, na ja, ein paar Dinge vermiss ich dann irgendwie schon. Hockeyspielen zum Beispiel. Das fehlt mir vielleicht am meisten.“

„Bist du denn nie mehr auf das Eis gegangen?“

Die junge Soldatin fiel frustriert in die Sofalehne zurück.

„Ich wollte. Sehr sogar. Nur klappte das einfach nie. Zuviel Arbeit. Und irgendwann gibt dann jeder auf.“

„Sag sowas nicht, Liebling. Es gibt eine Zeit für alle Dinge im Leben und du wirst wieder spielen. Das weiß ich ganz bestimmt.“

„Wer weiß. Wäre schon möglich.“

Hierbei wollte es Cathy eigentlich bewenden lassen, das Thema machte ihr schon seit Jahren zu schaffen. Im Eishockey zur reinen Fernsehzuschauerin degradiert zu werden, ärgerte sie im Grunde spätestens an jedem Wochenende. Anna allerdings zeigte ganz offensichtlich keine Anstalten, das Thema auszusparen und stand mit neuer Entschlossenheit von der Couch auf.

„Ich denke, da müssen wir dringend deine Erinnerung auffrischen“, verkündete sie forsch und ging festen Schrittes auf die kleine Kommode zu, auf der all die gerahmten Bilder standen. Sie öffnete die oberste Schublade und kramte ein wenig darin herum. Es dauerte nicht lange, da zog sie eine kleine goldene Medaille hervor, die an einem edlen roten Stoffband hing. Dann überflog sie all die Erinnerungen, welche sich hinter spiegelndem Glas auf dem Schränkchen drängten. Mit zielsicherem Griff suchte sie eine ganz bestimmte Fotografie heraus und kehrte mit verheißungsvollem Ausdruck an Cathys Seite zurück, die ihre Augen ob der ausgesuchten Kleinode vor Verblüffung weit aufschlug.

„Aber, Mom, das ist…“

„Deine Meisterschaftsmedaille aus der vorletzten Highschool-Saison, richtig“, antwortete Anna mit triumphierender Geste, noch ehe ihre Tochter den Satz beenden konnte. Sie gab Cathy das Foto mitsamt der Auszeichnung, deren Oberfläche im Licht der Wohnzimmerlampe ebenmäßig glänzte. Der veredelte Stahl lag kühl auf ihrer Haut und wog schwer, fast schwer genug, um ihn für echtes Gold zu halten. Cathy betastete sorgsam die Gravur mit ihrem Zeigefinger. Ihre Stimme wurde zu einem Flüstern.

„Die hätte ich beinahe vergessen. Ist doch gar nicht möglich.“

„Tja, dafür weiß ich noch alles ganz genau. Sieh mal.“

Anna hielt ihr das Bild hin. Cathy warf einen Blick darauf und ihre Züge hellten sich schlagartig auf. Es zeigte eine große Gruppe junger Mädchen im Alter von sechzehn bis siebzehn Jahren, die in schwarz-hellblauen Trikots auf einer mit bunten Flittern in den gleichen Farben bedeckten Eisfläche posierten. Davor stand ein großer silberner Pokal, dessen Strahlen die Gesichter seiner Gewinnerinnen in nichts nachstanden. Zwei von ihnen hielten an den Seiten ein großes Transparent in die Höhe, auf dem neben ihrem Teamsymbol, einem grinsenden Narwal im Comicstil, der Schriftzug „Mariners – Southern Division Champions“ prangte. Anna deutete auf die dunkelhaarige Spielerin am linken Bildrand mit der Nummer Siebenundzwanzig.

„Meine Heldin“, sprach sie warmherzig. Diese sah zuerst zu ihrer Mutter und dann auf die Fotografie. Ihr Lächeln währte nur kurz, zu sehr zogen sie die aufkeimenden Erinnerungen in ihren Bann.

„Damals sind wir alle Heldinnen gewesen. Jede einzelne von uns.“

„Ach, Liebling“, seufzte Anna. „Du bist immer noch zu bescheiden.“

„Eishockey ist ein Teamspiel. Die Mannschaft gewinnt. Solltest du eigentlich wissen.“

„Aber du hast das Finale entschieden.“

Cathy errötete etwas und starrte für einen Moment auf das Bild.

„Reines Glück, nichts weiter. Ich verstehe immer noch kaum, wie wir dieses 2:2 in die dritte Overtime gerettet haben. Die Nerven lagen bei uns allen blank. Und dann verliert plötzlich Paula Wood die Beherrschung und fegt Zoé mit diesem fiesen Haken von den Beinen.“

Anna nahm den Faden mühelos auf.

„Zoé Parker, so hieß sie, richtig? Eure beste Verteidigerin.“

„Genau. Und sie wird stinksauer, springt ihr beinahe an die Gurgel. Zum Glück können wir sie gerade noch davon abhalten und der Referee schickt Paula für zwei Minuten auf die Bank.“

„Das war aufregend. Wir haben uns auf der Tribüne fast die Kehlen heiser geschrien.“, lachte Anna.

„Konnten wir unten gar nicht mehr hören. Da gab es nur noch uns und das Eis. Der reinste Tunnel.“

„Und dann nimmt Coach Johnson die letzte Auszeit.“

Cathy holte tief Luft. Fast fühlte sie wieder den Schweiß auf ihrer Stirn hinter dem milchigen Plexiglasvisier ihres Helms.

„Er muss irgendwas gesagt haben, keine Ahnung. Ich sehe nur die Bewegung seiner Lippen, während er auf dem Spielplan ein paar rote Pfeile Richtung Tor zeichnet. Dann zeigt er erst auf Ivy Myers und schließlich auf mich. Ich versteh natürlich kein Wort und schaue fragend zu ihr rüber. Sie wird genauso wenig schlau daraus, das sehe ich sofort. Die Sirene ertönt, es geht zurück nach draußen und meine Schläfen schmerzen wie nach einem Schlag mit dem Hammer. Ich kann das gar nicht beschreiben, Mom.“

„Ist keinem von uns aufgefallen, Liebes. Ich dachte, ihr wüsstet beide genau, was ihr tun musstet.“

Cathy schüttelte heftig den Kopf. Ihre Stimme drohte sich vor Aufregung zu überschlagen.

„Gott, nein, kein bisschen. Ivy und ich haben uns nur hilflos angeglotzt. Half natürlich nichts. Sie schlittert zum Bullypunkt und ich kann ein paar Meter weiter nur zusehen, während der Linesman die Scheibe ins Spiel bringt. Trotzdem, irgendwie gewinnt sie das Face-Off, kratzt Lara Evans den Puck von der Kelle und steckt ihn zu mir durch. Meine Beine wollen nicht mehr, doch es reicht noch für diesen einen Angriff. Ich schnappe nach Sauerstoff und versuche, das Teil mit letzter Kraft ins gegnerische Drittel zu bringen.“

„Ihr seid fast parallel gelaufen, weißt du das? Ich glaube, das andere Team hielt gar nicht mehr richtig mit, so schnell zogt ihr davon.“

„Ehrlich? Hat sich nicht so angefühlt. Der Weg zur Linie kam mir schier endlos vor. Und als ich endlich drüber bin, wartet da Linda Thornton und kommt auf mich zugerauscht wie ein Schnellzug. Mir bleibt fast das Herz stehen.“

„Und du lässt sie ins Leere purzeln.“, ergänzte Anna süffisant. Ihre Tochter schmunzelte.

„Na ja, Ivy und ich sind plötzlich in etwa auf gleicher Höhe und sie steht genau da, wo Paula jetzt sein müsste. Ich spiele quer und spurte einfach an Linda vorbei.“

„Ich traute meinen Augen kaum. Du bist um sie herumgekurvt wie eine Eiskunstläuferin. Und wir ahnten auf einmal, jetzt könnte es zu Ende sein.“

Cathy Herz begann, schneller zu schlagen. Mit einem Male schien alles abermals sehr nah, im Grunde schon greifbar. Die perfekte Sekunde, der manche Menschen ein Leben lang vergeblich nachjagen. Ihr wurde bewusst, welch ein großes Glück es bedeutete, sie erleben zu dürfen.

„Das schoss mir auch durch den Kopf. Ich wusste, Ivy muss das jetzt einfach machen. Ich meine, im Tor steht Brenda „Unbreachable“ Mackenzie, der gefühlt beste Goalie im ganzen Bundesstaat. Und an diesem Tag steckt sie mich in die Tasche, wehrt jeden meiner Versuche ab oder bekommt noch den Schoner dazwischen, genau wie in den Spielen davor, als wäre die ganze Angelegenheit verhext. Und mir ist klar, wir sind kräftemäßig am Ende, wenn es Ivy jetzt nicht hinbekommt, war‘s das. Schluss aus. Also setzt sie alles auf eine Karte und zimmert den Puck direkt auf Brendas Tor.“

„Ihr Vater sprang begeistert von seinem Sitz auf. Wir dachten alle, der Schuss geht ins Netz. Für ihn muss eine Welt untergegangen sein.“

Ein wohliger Schauer überkam Cathy, ihre Finger umklammerten fest die Medaille.

„Kann ich ihm nicht übelnehmen, ging mir ganz genauso. Ivy haut alles raus, eine echte Granate, die meisten Torhüter sind da völlig chancenlos. Bei Brenda ist das allerdings was anderes, sie hat den Handschuh in letzter Sekunde oben, die Scheibe prallt frontal von ihr ab und taumelt plötzlich auf mich zu.“

Anna faltete die Hände und beugte sich ein wenig vornüber, genau wie früher auf den Rängen des alten Eisstadions in ihrer Heimatstadt.

„Alle haben kollektiv aufgeschrien, sogar Mrs. Parker, die sonst nie laut geworden ist. Und auf einmal tauchtest du auf.“

Cathy holte tief Luft.

„Da blieben nur ein paar Sekunden Zeit, um zu reagieren. Der Puck fliegt mir genau vor die Kufen, viel zu schnell für einen klaren Gedanken. Volley bin ich eigentlich nicht besonders gut, überhaupt noch nie, nur diesmal bleibt mir keine Wahl. Brenda liegt geschlagen auf den Knien, das Tor ist links komplett frei, darum lege ich alles an übriger Kraft in meinen Schläger und ziehe einfach ab. Erst kriege ich gar nichts mit, weil es mich dabei fast von den Schlittschuhen haut, ich schaffe es nur gerade so, nicht auf die Nase zu fliegen. Und dann sehe ich die rote Leuchte über dem Netz und plötzlich brandet rundherum dieser wahnsinnige Jubel auf.“

„Bei uns gab es kein Halten mehr. Wir haben getobt, als wären wir kleine Kinder. Die meisten kannten sich ja nur von den Elternabenden, aber wir lagen uns alle in den Armen. Und ich habe sogar Mr. Myers auf die Wange geküsst“

„Mom!“, protestierte Cathy und gab ihrer Mutter einen spielerischen Stoß mit dem Ellbogen. Diese gluckste nur vergnügt. Dann brachen beide in heilloses Gelächter aus.

„Ich weiß nicht, wann ich wirklich begriffen habe, was passiert ist. Alle anderen warfen schon ihre Schläger weg und nahmen mich von allen Seiten in die Mangel. Dann stand Zoé vor mir, nahm mein Gesicht in ihre Hände und rief mir zu, ich hätte das Siegtor erzielt. Ich hab‘s in dem Moment ja nicht gesehen, erst viel später auf dem Video von Ivys Schwester.“

Anna legte sanft einen Arm um Cathy und rückte ein wenig an sie heran.

„Coach Johnson meinte später zu mir, dein Treffer sei das spektakulärste Sudden Death gewesen, welches er im Schulsport erleben durfte. Niemand beherrscht den Puck wie du, so fasste er das in Worte.“

Ihre Tochter wusste zuerst nicht recht, was sie sagen sollte. Stattdessen haftete ihr Blick unentwegt auf der funkelnden Auszeichnung.

„Nur reichte das nicht“, seufzte sie nach einer Weile. „Der wundervollste Tag, ein echter Traum. Ich dachte, auf dem Eis wäre ich von da an unbesiegbar. Sogar Brenda kam nach dem Spiel zu mir. Erst fürchtete ich, sie würde mir anständig die Leviten lesen. Stattdessen klappte sie einfach nur ihre Maske nach oben und sagte zu mir: ‚Gut gemacht, Miller. Tolles Spiel.‘ Und ich nickte nur.“

Cathy strich noch einmal vorsichtig mit dem Zeigefinger über die gravierte Inschrift auf der goldenen Oberfläche.

„Ein großartiges Gefühl, absolut unglaublich. Und nachdem mich die ganze Truppe schon zu Mus zerquetscht hatte, trat Sophie an den Rand der Bande und umarmte mich. Eigentlich muss sie sich noch mehr gefreut haben als ich, zumindest wirkte das so. Sie flüsterte ihren Glückwunsch ganz leise in mein Ohr, mir hat das unglaublich viel bedeutet. Eigentlich konnte sie mit Eishockey ja gar nichts anfangen. Doch das spielte keine Rolle. Sie war einfach für mich da. Und das genügte. Etwas Wichtigeres gab es nicht.“

An dieser Stelle schwieg sie, wandte den Blick von ihrer Mutter und der Auszeichnung ab.

„Meine letzte wirklich schöne Partie. Ab da ging es nur noch bergab. In der nächsten Saison machte ich nur noch zwei Spiele über die volle Distanz. Im Dritten hat mir dann Paula diesen Cross-Check verpasst und mich mit zwei Rippenbrüchen ins Krankenhaus geschickt.“

„Die Nachricht traf mich aus heiterem Himmel, ich machte mir solche Sorgen um dich. Und deine Operation kostete vier meiner Monatsgehälter. Ohne die Spendensammlung eures Teams wären wir die Schulden vielleicht nie mehr losgeworden.“

„Ja, ich hatte unglaubliches Glück, zu so einer großartigen Mannschaft zu gehören. Aber gerettet hat es meine Laufbahn nicht.“

Anna rümpfte sie Nase.

„Paula Wood zog den ganzen Jugendbetrieb mit ihrer Aggressivität in den Schmutz. Wenigstens schlossen die Verantwortlichen sie kurz darauf von allen Wettbewerben aus.“

Die junge Soldatin seufzte.

„Kam mich für mich zu spät. Den Rest kennst du ja. Ich lief nie mehr in meiner alten Form auf. Und dann passierte es genau an diesem einen Tag. Molly, unsere Co-Trainerin, wollte mir eigentlich gar nichts davon erzählen. Ausgerechnet bei diesem Spiel sahen zwei Scouts aus Boston zu. Die suchten nach Nachwuchsspielerinnen für die neue Profiliga der Frauen.“

Cathy Herz wurde schwer. Diese eine verpasste Gelegenheit schmerzte sie bis heute. Die traurige Gewissheit, nie für einen der großen Clubs aufzulaufen, machte ihr immer noch zu schaffen. Vor allem, wenn die Spiele an den Wochenenden im Fernsehen liefen, kehrte die Bitterkeit immer zurück. Selbst jetzt ließ sie den Kopf hängen.

„Brenda bekam bald danach eine Einladung zum Probetraining. Letzten Sommer entdeckte ich dann ihren Namen im Kader für das Nationalteam. In der Zeitung stand, sie sei die jüngste Torhüterin bei einer Weltmeisterschaft seit sechzehn Jahren.“

Anna legte behutsam die rechte Hand unter Cathys Kinn und richtete sie auf.

„Ach, Liebes“, sprach sie mit tröstender Stimme. „Ich weiß, eine größere Enttäuschung gab es für dich nie. Aber du erholtest dich schnell, allein dafür bin ich bis heute unendlich dankbar. Und schau einmal genau hin. Du gehörtest zu den besten Stürmerinnen unter allen Schulen des Staates. Keine konnte jemals deine achtundzwanzig Saisontore überbieten, es gibt nicht viele Nachwuchsspielerinnen, die das sagen können. Denk darüber nach. Möchtest du wirklich dieses Spiel aufgeben, das du so sehr liebst?“

Cathy kräuselte ein wenig die Lippen, nur mit Mühe rang sie ihrem Missmut letztlich ein schwaches Lächeln ab.

„Das wollte ich nie. Tja, keine Ahnung. Vielleicht hast du ja recht.“

„Ganz bestimmt, mein Engel. Wie könnte ich daran zweifeln? Es gibt ja kaum etwas, das dir wichtiger ist, seit du mit fünf Jahren diese zerbeulte Blechdose mit dem Besenstiel durch den Flur geschlagen hast. Mir blieb gar keine andere Wahl, als dich in einen Verein zu stecken, nachdem du den alten Mr. Thompson mit einem Schlagschuss fast am Krückstock getroffen hättest. Zu deinem Glück nahm er es mit Humor.“

Annas witzelnde Bemerkung veranlasste Cathy zu einem schamvollen Hüsteln. Dann strahlte sie erneut im ganzen Gesicht.

„Stimmt, das wäre mir fast nicht mehr eingefallen. Na ja, womöglich ist es einen Anlauf wert?“

Dann ballte sie die Faust um ihre Siegermedaille.

„Na schön, warum nicht. Ich glaube, ich gebe der Sache noch einen Versuch. Hab ja nichts dabei zu verlieren oder was denkst du?“

Anna, die Cathys Antwort bereits zu ahnen schien, lächelte nur zufrieden.

„Das ist mein Mädchen“, antwortete sie voller Stolz.

Cathy fiel nun ihrerseits erneut voller Erleichterung in das Sofakissen und sortierte ihre Gedanken. Natürlich dachte sie nicht zum ersten Mal darüber nach, ein Comeback zu wagen. Und dennoch vermochte nichts so sehr ihre Entschlossenheit zu wecken, wie die aufmunternden Worte ihrer Mutter. Anna besaß ein Talent dafür, mit nur wenigen Sätzen genau das zu sagen, was sie hören musste, damit die Welt einen Sinn ergab. Aus diesem Grund liebte Cathy ihre Mutter so sehr.

„Ich denke, nachdem Catherine Millers triumphale Rückkehr auf das Spielfeld nun feststeht, sollten wir uns zur Feier des Tages noch ein kühles Getränk gönnen.“

Annas Einfall rannte bei Cathy offene Türen ein.

„Gute Idee, Mom. Ich verdurste.“

„Kein Problem, Schätzchen. Bin gleich wieder bei dir.“

Mit diesen Worten erhob sie sich und entschwand kurzerhand in die kleine Küche nebenan. Cathy nutzte die kurze Gesprächspause hingegen, um einmal mehr vernehmlich zu gähnen, die Arme auszustrecken und kurz ihren Gedanken nachzuhängen. Es war lange her, seit sie zum letzten Mal an das Ende ihrer Schullaufbahn dachte. Und seltsamerweise gefiel ihr es ihr gut, gerade hier und jetzt, in ihrem alten Zuhause, den alten Erinnerungen nachzuspüren, die Anna wachrief. Das Siegerfoto, einsam auf dem Platz ihrer Mutter zurückgelassen, erregte neuerlich ihre Aufmerksamkeit.

„Sophie hat das Bild gemacht, vom Spielfeldrand aus, weißt du noch?“, rief Cathy vom Sofa aus in den Nebenraum.

Die Antwort ihrer Mutter, welche den Geräuschen nach zu urteilen gerade den Kühlschrank durchsuchte, kam zwar gedämpft, gleichwohl noch immer gut hörbar bei ihr an.

„Ach richtig, sie gehörte ja damals zur Schülerzeitung, wenn ich mich recht entsinne. Und für Fotos besaß sie ein Händchen, das machte Isabella immer besonders stolz.“

„Stimmt, mit der Kamera konnte sie umgehen. Aber für sie bedeutete das eher einen Zeitvertrieb. Wirklich geliebt hat sie nur die Musik.“

Anna schien kurz abgelenkt, antwortete dafür umso enthusiastischer.

„Oh ja, sie spielte so wundervoll Klavier. Und ihre Stimme erst, ich fand immer, sie klang wie ein Broadwaystar.“

Cathy folgte dem Beispiel ihrer Mutter nur allzu bereitwillig, deren Erzählung sie bereits nach wenigen Sätzen hinfort trug.

„Sophie hätte jeder Bühne Ehre gemacht. Immer wenn sie sang, musste ich die Augen schließen. Im letzten Jahr vor unserem Abschluss hörte ich ihr immer in der Aula zu, wenn sie für einen Wettbewerb übte. In den Pausen alberten wir herum und zogen uns gegenseitig auf. Doch begann sie zu spielen, blieb für mich die Zeit stehen. Dann spazierte ich über die Straßen von Chicago. Oder tanzte durch New York. Wo immer die Geschichten in ihren Liedern hinführten.“

In ihrer Vorstellung trat Sofiá erneut aus den Schatten der Vergangenheit, nahm langsam vor dem dunklen Vorhang der alten Bühne Gestalt an. Ihr ebenmäßiges Gesicht mit den winzigen Wangengrübchen, umspielt von brünetten Locken, die gleich Wasserfällen über ihre Schultern fielen. Ihr dunkler Teint, dem die Bühnenbeleuchtung einen beinahe bronzenen Schimmer verlieh. Die rotbraunen Augen, welche im Licht der Scheinwerfer gleich Bernsteinen funkelten, immer zwischen Notenblatt und Tasten umherwandernd, ehe sie letztlich stets dann innehielten, sobald ihre Blicke aufeinandertrafen, wenn auch nur für Sekunden.

Der Gedanke an diesen beinahe schon begrabenen Teil ihrer Jugendzeit traf Cathy vollkommen unvorbereitet und in ihrem Innersten brach sich ein reißender Strom aus Gefühlen Bahn. Die junge Soldatin nahm plötzlich ein eigenartiges Kribbeln in der Magengegend wahr, versuchte allerdings zunächst, jene Empfindung zu ignorieren. Anna nahm nebenan keine Notiz davon. Cathy versuchte, ihre Aufmerksamkeit einfach auf die Worte ihrer Mutter zu richten.

„Erinnerst du dich an ihren Auftritt in der Carrington-Hall beim Finale der Middleborough-Jazz-Competition, nur ein paar Wochen danach? Das ist zauberhaft gewesen, die Leute himmelten sie förmlich an.“

Cathy eilte Anna im Geiste bereits weit voraus. In ihrem Kopf wurde das Schultheater zu dem großen Ballsaal, ausverkauft bis auf den letzten Platz und vollkommen abgedunkelt. Im Lichterschein auf der Bühne gewann das Bild ihrer Freundin an Schärfe. Ihr langes Trägerkleid aus dunkelblauer Seide, dessen Glanz mit ihrem silbernen Armband und dem seidenschwarz lackierten Flügel wetteiferte, auf dem sie ihr Lied vortrug. Cathy spürte wieder den samtenen Besatz auf ihrem Stuhl in der ersten Reihe und wie an jenem Abend folgte sie mit atemloser Spannung den filigranen Bewegungen, die ihre Finger auf der Klaviatur vollführten, lauschte gebannt jeder Note, die ihre mit leichtem Rosa bemalten Lippen formten.

Und schließlich jener eine Wimpernschlag, in dem Sofiá durch einen Schleier aus Tränen direkt in ihre Augen sah und dabei die Zeilen sang, welche von da an unauslöschlich in Cathys Gedächtnis standen, sie seither an jedem Tag begleiteten. Von dem Foyer der Halle, über die Flure der Schule und die Übungsplätze der Armee bis hin zu den Feldern der Bretagne. Die ihr keine Wahl ließen, obwohl jede Zeile gleich einem scharfen Messer durch ihre Seele schnitt. Und von denen sie nicht lassen konnte, ungeachtet des Schmerzes, der sie seither quälte. Cathy schloss die Augen und versank einmal mehr darin.

I found myself alone
Forever on my own
till the glow in your eyes
lit up my lonely life
drying all the tears I cried

By your side I dare to walk the stars
with wings of silver feathers
lying in your warming arms
I want to last forever


Glühende Hitze setzte ihre Wangen in Brand und ihr Herz begann heftig zu pochen, ebenso wie in jener Nacht. Es kam Cathy beinahe vor, als könnte sie sich selbst dort sitzen sehen, in ihrer blütenweißen Bluse und der neuen schwarzen Jeansjacke, erstarrt in der Magie dieses einen Augenblicks, zerrissen von heimlicher Sehnsucht. Und der verzweifelte Kampf, ihre Pupillen trocken zu halten, blieb im Hier und Damals gleichermaßen vergeblich.

„Sie komponierte ganz allein diese wunderschöne Ballade, ein unglaubliches Talent. Und sie sang mit solch einer Leidenschaft, eigentlich habe ich mich immer gefragt, ob sie das Lied nicht sogar für ihren Mann geschrieben hat. Mir kam sie bei dieser Gelegenheit jedenfalls sehr verliebt vor.“

Annas Worte, zunächst nur ein fernes Echo, rissen sie unsanft aus ihrem Tagtraum. Ungläubigen Blickes erkannte sie ihre Mutter im Türrahmen, die mit zwei Coladosen in den Händen zurück an ihren Platz kam. Cathy nahm eines der Getränke zaghaft entgegen und vermied es dabei, sie direkt anzusehen. Eine unendliche Schwere befiel ihre Magengegend.

„Weiß nicht, Mom“, wisperte sie verlegen. „Vielleicht war sie das. Könnte sein.“

„Habt ihr nie darüber gesprochen, so unter besten Freundinnen?“

„Nein. Kann mich nicht daran erinnern.“

Cathy beschlich das altbekannte Gefühl, bei einer Lüge ertappt worden zu sein. Dabei sagte sie mit jeder Silbe die Wahrheit. Sofiá und sie sprachen niemals über ihre Gefühle während dieser beiden Strophen. Ebenso schwiegen sie über die Stunden, welche sie zuvor ganz behutsam, Schritt für Schritt, bis hin zu jener Gewissheit führten. All die kleinen Anekdoten über das gemeinsame Lernen in der Schulbibliothek, die Kinobesuche und Radtouren bis hin zum Schlittschuhfahren im Winter, die es unmöglich machten, das Offensichtliche zu verdrängen. Zärtliche Worte, begleitet von unverfänglichen Berührungen zu mancher Gelegenheit, die sie immer häufiger und nur zum Schein rein zufällig austauschten, schenkten ihnen eine allgegenwärtige Geborgenheit, die Cathy seit Jahren vermisste.

Ihr schönstes Erlebnis begann mit einem Sonnenuntergang im spätsommerlichen Stadtpark. Eine kleine Rast nach einem Restaurantbesuch fand ihre Fortsetzung bis weit nach Einbruch der Dunkelheit. Sofiá erzählte von ihrem Literaturprojekt über die berühmten Liebespaare aus Dichtung und Lyrik. Cathy lauschte ihr voller Inbrunst, bat sie darum, die vielen Geschichten hören zu dürfen, von Tristan und Isolde, Hester Prynne und Arthur Dimmesdale oder Lancelot und Guinevere. Die Stunden vergingen, während beide im Gras lagen und die schönsten Erzählungen Revue passieren ließen. Am Ende, die Sterne leuchteten bereits am Firmament, kamen sie einander sehr nah, Cathy spürte ganz deutlich den sanften Atemhauch ihrer Freundin auf ihrem Gesicht. Sie schloss die Augen und ohne jene Entscheidung wirklich bewusst zu treffen, gab sie Sofiá einen beinahe flüchtigen, doch umso süßeren Kuss, der innige Erwiderung fand. Die Gestirne über der Stadt vergingen für Cathy in einem gleißenden Funkenregen und wichen einer Glückseligkeit, die sie in ihrem Leben nicht einmal erahnt hatte.

Das Versprechen dieses Moments blieb unerfüllt. Denn anstatt sie in tiefer Zuneigung zu vereinen, bewirkte dieses unvorhergesehene Ereignis etwas, wozu noch kein Streit und keine Meinungsverschiedenheit zwischen ihnen je führte. Mehrere Wochen lang, die in Cathys Wahrnehmung zu Monaten wurden, ging ihr Sofiá aus dem Weg und erschien nicht einmal mehr in der Schule. Die Vorstellung, einen schrecklichen Fehler begangen und den wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu einem schweren Fehltritt verleitet zu haben, wuchs in ihrer Seele langsam zur Gewissheit heran, während sie nachts mit Schuldgefühlen wach lag und keinen Schlaf mehr fand. Ihr größter Wunsch vollzog die Wandlung zu einem taghellen Albtraum.

Dann endlich, nach einem schier endlosen Irren zwischen Hoffnung und Verzweiflung, wartete Sofiá vor den Glastüren ihres gemeinsamen Lieblingscafés auf sie. Cathy näherte sich vorsichtig, versuchte, eine Entschuldigung auszusprechen, ihre Freundin aber lächelte und schloss sie in die Arme. Sie nannte die Angelegenheit im Stadtpark ein dummes Missverständnis, eine jugendliche Flause, die ihnen wohl ganz einfach nur kurz zu Kopf gestiegen sei und ermunterte sie dazu, nicht weiter darüber nachzudenken, um dieses Missgeschick rasch zu vergessen. Getrieben von tiefster Reue, willigte Cathy nur allzu bereitwillig ein, ohne ihre wahren Gefühle zuzulassen. Für eine Weile gelang es ihnen, die Fassade aufrecht zu erhalten, während vorgeblich alles seinen gewohnten Gang ging. Die Zeit indes brachte ihre Lügen ohne jedes Erbarmen zum Vorschein. Denn obwohl Cathy und Sofiá von nun an jede vertraute Berührung vermieden, die nur den leisesten Verdacht erweckte, mehr als nur eine freundschaftliche Geste zu sein, lag der Schatten ihrer unterdrückten Zuneigung wie eine finstere Schwinge über ihnen und entzweite sie letztlich noch weiter.

Der Versuch, zu retten, was von ihrer gemeinsamen Vergangenheit überdauerte, beschleunigte nur das Unvermeidliche. Für viele Dinge, die früher zum festen Bestandteil ihres Alltags gehörten, fehlten bald immer häufiger die Gelegenheit und das Geld, reine Ausflüchte, die ihren eigentlichen Zweck kaum verbargen. Bald unternahmen sie nur noch wenig gemeinsam und selbst wenn sie es noch einmal wagten, zusammen zu essen oder Stoff für eine Schulprüfung zu wiederholen, beschlich sie dabei ein unbehagliches Gefühl, das einfach nicht weichen wollte. Ihre immer selteneren Treffen gerieten im zunehmenden Maße zu Drahtseilakten, die Cathy und Sofiá, vereint in gegenseitiger Demütigung, gleich einer quälenden Pflichtübung absolvierten. Ihr Umgang, so vertraut er einst sein mochte, ähnelte zum Schluss dem zweier vollkommen Fremder. Und Cathy, im Grunde kein von blinden Emotionen beherrschter Mensch, verging in tiefen Abgründen aus Trübsinn und Traurigkeit.

Das Rätsel um die unsichtbare Mauer zwischen Sofiá und ihr löste sie erst sehr spät. Mit vielen Gründen wuchs sie viel zu selbstverständlich auf, um sie überhaupt hinterfragen zu können. Ihre heimatliche Kirchengemeinde etwa, für viele Jahre rettender Anker in einer von Armut und Kriminalität geprägten Gegend, die Heranwachsenden kaum Halt oder Orientierung bot, prägte ihre Alltagswelt mit vollkommener Selbstverständlichkeit. Anna, die Glaubensfragen früher kaum große Bedeutung beimaß, empfand damals nach dem Umzug große Dankbarkeit dafür, mit ihrer jungen Tochter so warmherzig in Reverend Clements Gemeinschaft Aufnahme zu finden. Und erst während der Gottesdienste in der St. Georges Chapel lernte sie die Familie der neuen Freundin ihres Kindes näher kennen, welche in der alleinerziehenden Mutter mit dem kleinen Mädchen bald selbst geliebte Verwandte sah. Wer den Namen Miller oder Rodriguez trug, spielte rasch keine Rolle mehr. Und das Leben in dem heruntergekommenen Viertel verlor schnell ein wenig an Schrecken.

Sofiá und Cathy gehörten im Handumdrehen zu den allgegenwärtigsten Gesichtern im Kirchenleben. Die eine sang im Chor und spielte später oft an den Sonntagen die Orgel, während die andere durch Spendensammlungen für gemeinnützige Zwecke oder die Betreuung älterer Gemeindeangehöriger große Wertschätzung erlangte. Jeder kannte und respektierte die jungen Frauen mit ihren unterschiedlichen Talenten, ein wenig avancierten sie gar zu Vorbildern, die ihren Eltern viel Freude bereiteten. Die bloße Vorstellung des Eklats, den es aus Cathys Sicht denkbarerweise bedeutet hätte, eines Tages Hand in Hand mit ihrer Freundin im Viertel beobachtet zu werden, spottete jeder Beschreibung, insbesondere da sich Gerüchte beim Getuschel der Nachbarn zwischen den Kirchenbänken verbreiteten wie ein Lauffeuer.

Für Sofiá bedeutete diese Angst eine noch weitaus schwerere Belastung. Ihre Eltern, die Nachkommen mexikanischer Einwanderer, welche lediglich mit dem Inhalt zweier Koffer in das Land kamen, erkämpften ihren Platz in der heimischen Gesellschaft unter größten Mühen. Ihr Vater Adrián schuftete gemeinsam mit ihrer Mutter Isabella in Vollzeitjobs bei Unternehmen für Lagerlogistik und Reinigungswesen, um einen bescheidenen Lebensstandard zu erwirtschaften. Sofiás beispielloser Fleiß in der Schule, das beständige Engagement im Pfarrhaus und ihr Ehrgeiz, die an sie gestellten Erwartungen stets zufriedenzustellen, rührten wiederum von dem unbedingten Willen, ihren Eltern nach all den Anstrengungen etwas zurückzugeben, immerhin investierten diese jeden ersparten Cent in das Fortkommen ihrer Kinder.

Sofiá fürchtete nun, das in jahrelangem Ringen unter größter Anstrengung erworbene Ansehen ihrer Familie mit dem möglichen Skandal um eine Liebesbeziehung zu zerstören, die bei manch einem ihrer Mitmenschen vielleicht Argwohn erweckte. Dies bedeutete in ihren Augen ein selbstsüchtiges Wagnis, das sie mit solcher Verantwortung auf ihren Schultern weder eingehen konnte noch wollte. Schlimmer noch, den inneren Kampf, welchen ihre Freundin mit ihrem eigenen Glauben ausfocht, vermochte Cathy kaum zu ermessen. Manchmal gewann sie allenfalls eine Ahnung davon, wenn sie die bange Frage beschäftigte, ob der Kuss, den sie in jener Sommernacht teilten, ein verdammenswertes Tun darstellte. Allein, Cathy gewann diese bittere Erkenntnis zu spät, um den angerichteten Schaden wiedergutzumachen. Am Abend des Jazzwettbewerbs zog sie bereits in Erwägung, der Veranstaltung fern zu bleiben und einzig Anna, die von alledem nichts ahnte und keine Ausflüchte erlaubte, bewegte sie dazu, schließlich doch auf dem Sitz in der ersten Reihe Platz zu nehmen.

Sofiás Lied öffnete nun jene verschlossene Tür, schenkte ihren stummen Herzen eine Stimme, sprach mit seiner Melodie aus, was mit Worten nicht gesagt werden durfte. Dieses eine Mal gewährte es ihr und Cathy die Möglichkeit, in aller Offenheit, wenngleich gänzlich unbemerkt von den Menschen um sie herum, ihrer beider Wahrheit Ausdruck zu verleihen, blieben ihre Lippen hiernach auch für immer versiegelt. Solange der Flügel erklang, waren sie frei, nichts nahm ihnen dieses kurze Glück je fort. Und Cathy wünschte später noch oft, die Musik und der Gesang ihrer Freundin wären nie verstummt.

Die goldene Trophäe in Form eines alten Mikrofons aus den Fünfzigerjahren, welche die Jury später an Sofiá übergab, löste bei Freunden und Verwandten einen Jubelsturm aus, der den alten Ballsaal erfüllte. Einzig die Preisträgerin und ihre heimliche Verehrerin zeigten kaum Interesse an dem großen Ereignis, reagierten auf den Überschwang von Familie wie Klassenkameraden lediglich mit einem halbherzigen Lächeln oder wenigen zurechtgelegten Sätzen. Cathy empfand es, als sperrte sie jemand in einen Käfig, aus dem es von nun an kein Entkommen mehr gab.

Inmitten dieser entmutigenden Erkenntnis tauchte sie scheinbar aus dem Nichts vor ihr auf, noch immer in das glitzernde Abendkleid gehüllt und in ihrer Erscheinung einer Engelsgestalt gleichend. Cathy hob den Kopf und las in ihrem Antlitz, was jenseits aller Worte lag. Die lärmende Kulisse verwehrte ihnen einen letzten Kuss, Sofiá berührte sie lediglich sanft am Hinterkopf und schmiegte sich zärtlich an ihre Wange. Eine Sekunde, in der Cathy die Ewigkeit verbringen wollte, verstrich gleich einem leichten Sommerregen und mit ihm entschwand die Frau, der ihr Herz gehörte, zwischen den feiernden Menschen.

In ihrer geschlossenen Faust erspürte Cathy zu ihrer Überraschung ein feingliedriges Etwas. Sie öffnete ihre Hand und entdeckte ein kleines silbernes Armband mit einem Schmetterlingsanhänger, dasselbe Schmuckstück, welches Sofiá nur wenige Stunden zuvor trug. Verwundert blickte sie auf das liebliche Kleinod und dann in das fröhliche Gemenge um sie herum. Die Sängerin in Blau erspähte sie nicht mehr. Lediglich ihr Parfum hinterließ einen Hauch von Lavendel in der Luft, der gleichwohl ebenso rasch verging.

Die Lichter der Konzerthalle erloschen und wichen dem vertrauten Anblick des heimischen Wohnzimmers, dem Ledersofa und den Orchideen auf dem Beistelltisch. Die junge Soldatin beobachtete, wie das Licht der Deckenlampe die Hockeyauszeichnung und den silbernen Schmetterling an ihrem linken Handgelenk in ebenmäßigem Schein erstrahlen ließ. Jener Anblick barg eine ungeahnte Schönheit und zugleich erfüllte er Cathy mit tiefer Traurigkeit, denn sie wusste um die verlorenen Träume, für welche diese Erinnerungen standen. Der von Dornenbüschen und Rosenblüten umrankte Buchstabe A, in der althergebracht verschnörkelten Schreibweise früherer Jahrhunderte erst vor wenigen Wochen in die Haut ihres Unterarms gestochen, schien sie dieser bitteren Wahrheit zu gemahnen.

Denn das Schicksal versagte auch Sofiá ihren größten Wunsch. Kurz vor ihrem Schulabschluss sprach sie oft davon, ein Konservatorium für Musik zu besuchen und dann eines Tages vielleicht auf den großen Bühnen des Landes zu stehen. Nach dem Ende der Highschool geriet dieses Vorhaben rasch in Vergessenheit. Stattdessen entsprach sie dem Wunsch ihrer Eltern, die inzwischen einen beträchtlichen Betrag für ihre Hochschulausbildung gespart hatten, schrieb sich am College ein und studierte ihren Vorstellungen gemäß Medizin. Cathy wiederum, die nicht über die hervorragenden Schulnoten ihrer Freundin verfügte, tauschte in dem Bestreben, ihre Talente in den Dienst einer höheren Sache zu stellen, den Schläger gegen Helm und Sturmgewehr. Auf diese Weise fand ihr gemeinsamer Weg ein Ende.

Bei ihrem Wiedersehen auf Juans Tauffeier nach fast fünf langen Jahren lebten sie bereits in vollkommen unterschiedlichen Welten. Sofiá sorgte nun für ihre eigene Familie und lernte neben den vielen Mutterpflichten unablässig für die erste Arztprüfung an der Fakultät, während Cathy, gerade zum Corporal befördert, inzwischen den Weg der Berufssoldatin beschritt. Bei dieser Gelegenheit lachten sie viel, scherzten über die alten Zeiten und gingen miteinander um wie ganz normale Bekannte aus Jugendzeiten. Manchmal begann die Fassade zu bröckeln, riss aber dank dem rhetorischen Geschick der beiden nie vollkommen entzwei.

Den Stadtpark und das Konzert hingegen strichen sie endgültig aus dem Gedächtnis, für diese Dinge gab es keinen Platz mehr. Cathy stellte nurmehr die Patentante von Sofiás Sohn dar und beließ es schweren Herzens dabei. Einzig das Armband, welches sie in diesem Moment mit glasigen Augen betrachtete, legte noch stummes Zeugnis über eine Vergangenheit ab, die es nicht länger geben durfte. Und jedes Mal starb die junge Soldatin einen kleinen Tod, wenn ihr bewusst wurde, was sie einst verlor. Oft dachte sie dabei an Sofiás alte Geschichten. An die Leiden eines Arthur Dimmesdale, gezwungen, seine Geliebte ungeachtet ihres Unglücks zu verleugnen. Oder an Lancelot, welcher ob der Zuneigung zur Gemahlin seines Königs die Würde verlor, nach dem heiligen Gral zu streben. Stets zerriss es ihre Seele aufs Neue.

„Schatz, du weinst doch nicht etwa, oder?“

Annas Stimme durchdrang den dichten Nebel der Erinnerungen ihrer Tochter, welche irritiert aufblickte und hastig die Feuchtigkeit aus ihren Augen wischte.

„Unsinn, Mom. Alles ok, ist nur die Müdigkeit. Ich bin einfach schrecklich erschöpft. Frankreich steckt mir immer noch in den Knochen, das ist alles.“

Ihre Mutter wirkte nicht recht überzeugt, ob dieser Erklärung. Kurz herrschte Stille, dann fischte sie Cathy eine lose Strähne aus dem Gesicht.

„Sie fehlt dir sehr, nicht wahr? Wie lange ist das her, seit ihr euch zum letzten Mal gesehen habt?“

Cathy gab den Widerstand rasch auf. Noch immer stierten ihre Augen in die Leere.

„Kann mich kaum entsinnen. Könnte schon ein Jahr sein. Anderthalb vielleicht.“

„Und du fragst sie nie, ob ihr euch sehen könntet. Oder sie dich?“

„Na ja, weißt du, wir reden eigentlich immer nur über die Arbeit, weiter kommen wir meistens nicht. Und ich will mich wirklich nicht aufdrängen, bei dem ganzen Stress, mit dem sie kämpft.“

Anna streckte behutsam die rechte Hand aus und wandte Cathys Kopf langsam zurück in ihre Richtung.

„Jetzt hör mir einmal zu. Ihr beide kennt euch nun schon so lange und du glaubst ernsthaft, es könnte sie stören, wenn du sie besuchst? Wie kommst du denn nur auf solche Ideen?“

Cathy schüttelte den Kopf. Erneut spürte sie die Feuchtigkeit auf ihren Lidern, ohne etwas dagegen tun zu können. Hätte sie nur die rechten Worte gewusst, um ihrer Mutter die Wahrheit über ihre Gefühle zu offenbaren, aller Kummer wäre endlich vergessen. Das Geheimnis um Sofiá und sie wog längst viel zu schwer, um dessen Last noch länger allein zu tragen. Die junge Soldatin ging stets tapfer durch ihr Leben, scheute weder Mühen noch Hindernisse. Nur in dieser einen Hinsicht verließ sie der Mut, zu übermächtig das Tabu. Selbst das im Grunde unerschöpfliche Vertrauen zu Anna vermochte dieses Gebirge aus Scham vor ihrem wahren Ich nicht zu überwinden.

Der Damm ihrer Selbstbeherrschung brach und einige stumme Tränen fanden allen Widerstands zum Trotz den Weg über ihre Wangen. Anna zog ihre Tochter an sich, drückte sie fest an ihr Herz und legte behutsam die rechte Hand auf ihren Haarschopf.

„Oh, mein Liebling“, sprach sie mit tröstender Stimme. „Ist schon gut. Mach dir keine Sorgen. Das bringen wir alles wieder in Ordnung, ganz sicher.“

Cathy schloss ihre Augen. Die Anspannung und Strapazen des vergangenen Monats, vermischt mit den Zweifeln über ihre Empfindungen, erst jetzt warf sie alles ab, kam endlich ein wenig zur Ruhe. Hier, in ihrem Elternhaus, wohlbehütet und verborgen vor den Augen der Welt, durfte sie jene Schwäche zulassen, die es in ihrem Leben als erwachsene Frau zu verbergen galt. Heute gab es nichts zu beweisen, diese Gewissheit tat ihr unendlich wohl und die Minuten zogen vorüber wie die Wolken vor dem aufgehenden Mond hinter dem Fenster.

„Ich finde, du solltest einfach mal bei ihr vorbeischauen. Das macht euch bestimmt beiden große Freude. Und Juan wird sowieso ganz aus dem Häuschen sein, wenn er seine Tante Cathy wiedersieht.“

Die Worte ihrer Mutter zauberten von neuem ein mildes Lächeln auf ihr Antlitz. Sie nickte schwach.

„Ja, da hast du wohl recht. Er lässt meine Hand nie los, bevor ich mir alles ansehe, was er gerade so malt oder bastelt.“

Cathy stieß einen flachen Atemhauch aus, während beide langsam die Umarmung lösten.

„Ach, Mom. Irgendwie hab ich mich in letzter Zeit ein bisschen übernommen. Erst der Unteroffizierslehrgang und jetzt die Übung in der Bretagne. Da verbringe ich meine ganze Zeit in dieser Mühle und vergesse darüber die wirklich wichtigen Menschen in meinem Leben. Wo hatte ich bloß meinen Kopf?“

„Ich sage dir ja, mach dich deswegen nicht verrückt, mein Engel. Jeder von uns verliert irgendwann im Leben einmal den Überblick. Warum rufst du sie nicht einfach morgen Abend an?“

„Das mach ich auf jeden Fall. Versprochen.“

Die Einfachheit dieses einen Satzes bewirkte etwas Wundersames in Cathys Gemüt. Alles, worüber sie ihren Kopf zermarterte, verlor mit dieser einen Antwort vollkommen an Bedeutung. Wie früher schon vertrieben Annas wohlmeinende Worte jeden Zweifel und zurück blieb nur eine herrliche Leichtigkeit, die sie erst jetzt, in jenem kurzen Moment der Stille, wirklich spürte.

Eine Weile lang sagten beide nichts und genossen in stummem Einverständnis darüber ihre kühlen Getränke. Der Regulator an der Wand tickte noch immer unablässig, ein wundervoll heimeliges Geräusch in Cathys Ohren. Dazu der Duft von Orchideen und geöltem Holz. Etwas Schöneres gab es in diesem irdischen Dasein nicht.

„Verflixt und zugenäht.“

Annas entsetzter Ausruf störte die Idylle auf unerwartet ruppige Art und Weise. Hektisch reckte sie den Hals in Richtung des Ziffernblatts der antiken Uhr.

„Schätzchen, wir haben das Spiel vergessen. Bestimmt ist schon längst Drittelpause.“

Cathy lugte zunächst entgeistert zur Seite, grinste dann wie ein Honigkuchenpferd.

„Tja, deine Schuld. Du redest einfach zu viel.“

„Jetzt nur nicht frech werden, Frau Generalstabsunteroffizier“

Ihre Mutter zwinkerte, nahm die Fernbedienung vom Beistelltisch und schaltete das TV-Gerät ein. Eine animierte Grafik des Logos der Hockeyliga flimmerte über den Schirm und gab die Sicht auf zwei Moderatoren im Studio frei.

„Und hier sind wir zurück im Matchcenter zur Hockey-Night am Freitagabend. Ein furioses erstes Drittel liegt hinter uns, zwischen Detroit und Phoenix steht es 1:1. Das Heimteam legt durch ein fantastisches Powerplay rasant vor, doch kurz danach zeigen die Gäste, warum mit ihrer Offensive in dieser Saison gerechnet werden muss oder wie siehst du das, Buck?“

„Absolut, Matt, der frühe Rückstand wird beinahe zum Schock, aber Phoenix behält die Nerven und schlägt mit einem eiskalten Konter zurück, bärenstarke Leistung im Angriffsspiel. Die Partie also weiter absolut offen, hier kann definitiv noch alles passieren.“

„Da sind wir einer Meinung. Nehmen wir noch einmal die Torschützen unter die Lupe…“


Einem uralten Familienritual folgend, angelte Anna nach den Kartoffelchips, riss die Tüte mit einem Ruck auf und hielt sie Cathy hin, die beherzt hineingriff, während sie gebannt auf den Fernseher starrte. Beide machten es sich auf der Couch bequem und als der nächste Spieldurchgang angepfiffen wurde, lehnte die junge Soldatin den Kopf überglücklich an die Schulter ihrer Mutter.

Ehe sie ganz in das Spiel einzutauchen vermochte, suchte ein letzter Anflug von Sorge Cathys Gemüt heim. Sie dachte an die dienstliche Anweisung, welche sie kurz nach ihrer Rückkehr aus Frankreich erhielt. Major Turner, ihr Bataillonskommandeur, bestellte sie für den kommenden Montag ins Hauptquartier ein. Den Grund kannte sie nicht, allerdings kursierten innerhalb ihrer Einheit Gerüchte über dringend benötigte Ausbildungskräfte für einen neuen Standort in einer Stadt namens Venedic.

Cathy wusste, die Manöverkritik ihres Squads fiel makellos aus, tatsächlich veranlasste die Leistung des Trupps unter ihrem Kommando bei der Abwehr eines simulierten Panzerangriffs am vorletzten Tag der Übung sogar den Befehlshaber der französischen Garnison zu anerkennenden Worten. Die Vorstellung, sie käme für einen der begehrten Posten in Venedic in Frage, lag nicht jenseits aller Wahrscheinlichkeit. Unter normalen Umständen wäre dies ein Anlass zu großer Freude gewesen, dessen ungeachtet fiel es Cathy sehr schwer, hierüber wirkliche Euphorie zu verspüren, bedeutete dies schließlich, in womöglich sehr naher Zukunft umzuziehen. Weg von ihrer Mutter. Fort von Sofiá. Vielleicht sogar für viele Jahre.

Anna davon zu erzählen, brachte sie nicht übers Herz. Eigentlich wollte sie gar nicht weiter darüber nachgrübeln, wenigstens an diesem Abend. Hier und jetzt verspürte sie nur den Wunsch, Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen. Alles andere ließ sie endgültig los.

Aus den Lautsprechern ertönte die unverkennbare Melodie der Eishockeyorgel. Die Spieler traten zum Face-Off an, begleitet von den enthusiastischen Stimmen der Kommentatoren.

„Mom?“, flüsterte Cathy und ergriff vorsichtig Annas Arm mit ihrer rechten Hand.

„Ja, Liebling?“

„Ich finde es schön, heute mit dir zusammen zu sein.“

Ihre Mutter blickte zur Seite und sah sie liebevoll an.

„Geht mir genauso, Schätzchen. Geht mir ganz genauso.“

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 11.09.2019, 06:41

In welcher Stadt wird Dein Charakter seinen Hauptsitz haben?
Venedic

Copyright Deines Avatars
Urheber des Fotos ist der Fotograf Daniel Bendjy.

www.istockphoto.com/de/portfolio/DanielBendjy

Die Standardlizenz zur Verwendung wurde von mir über die Agentur istockphoto erworben.

Ergänzender Hinweis hierzu: Das Benutzerbild dient lediglich illustrativen Zwecken. Bei der auf dem Foto dargestellten Person handelt es sich um ein Model. Dieses steht in keinerlei Verbindung zu der hier beschriebenen fiktiven Figur. Jegliche etwaige Ähnlichkeiten sind rein zufällig.


Soll bei den Korrekturvorschlägen die Interpunktion mit angeführt werden?
Gerne. Es schlüpfen immer mal Fehler durch. ^^

Wie hast Du hier her gefunden?
Kann ich nach all der Zeit nicht mehr mit Sicherheit beantworten. ;)

Sonstiges
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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon aBraXaS » 11.09.2019, 06:55

Wollte kurz Bescheid geben (wir hatten das per PN schon kurz angerissen), dass ich dran bin. Werde mich Stück für Stück durcharbeiten, was etwas dauern kann, weil ich nicht alles sofort schaffe. Fürs Team: Das ist abgesprochen, da auch Cathy derzeit nicht so viel Zeit hat. Ich bemühe mich dennoch, zügig durchzukommen :)

Liebe Grüße
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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 15.09.2019, 20:25

Ich melde mich dann an dieser Stelle auch noch einmal kurz zu Wort. Meinerseits hat sich inzwischen nicht allzu viel verändert, dementsprechend kannst du es gerne ruhig angehen lassen. Sehr wahrscheinlich werde ich selbst noch ein wenig Anlauf benötigen, um deine Korrekturvorschläge aufzugreifen. Von daher können wir das hier ganz entspannt in Angriff nehmen. ;)

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon aBraXaS » 21.09.2019, 04:52

Dafür danke ich Dir sehr. Ich bin schon mit einem großen Teil durch und viele Korrekturen kann ich bislang nicht vermelden ;) Du hast eine sehr gute Rechtschreibung, das macht es einfacher :D
Bei mir ist es derzeit ähnlich, eine Mischung aus Arbeit, Hochzeitsvorbereitungen und Demotivation, aber nächste Woche wird es hoffentlich etwas ruhiger, jedenfalls geht langsam alles wieder in eine Routine über :D

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 28.09.2019, 13:36

Das ist ein schönes Lob, freut mich wirklich sehr. ^^ Der Vollständigkeit halber sei natürlich erwähnt, dass die Autokorrektur meines Schreibprogramms auch ihren Anteil daran hatte. :grins: Wirklich fehlerfrei zu schreiben, bleibt allerdings im Normalfall eine Utopie, wenigstens falls man in Sachen Korrektur weitestgehend auf sich gestellt ist. Umso schöner, wenn ein zweites Augenpaar einen Blick auf den Text wirft.

Das eilt aber alles nicht. Ich denke, jeder hat Verständnis, wenn sich so große Ereignisse im Leben ankündigen und darüber eine kleine (wenn auch feine) Nebensache wie ein Rollenspiel darüber etwas in den Hintergrund tritt. Also nur keine Sorge. ;)

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon aBraXaS » 29.09.2019, 21:28

Wirklich danke fürs Verständnis. Ich krieg es derzeit nicht mal hin, wirklich lang zu schlafen. Das ist megaübel ...
Wegen Fehlern, die mache ich übrigens auch. Grade auch, wenn ich hier schnell antworten will, damit jemand nicht warten muss.

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon Cathy » 02.10.2019, 20:54

Uff, das klingt wirklich nicht gut. :/ Gerade unter diesen Umständen sollte ich auch unbedingt erwähnen, dass es für mich kein Problem wäre, wenn du mit der Korrektur erst einmal aussetzt, bis sich bei dir alles wieder beruhigt hat. Das wäre wirklich überhaupt kein Thema. Was wir hier tun, soll ja in erster Linie Spaß machen und wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, klappt das schließlich nicht mehr wirklich gut.

Ich drück dir die Daumen, dass der Stress bald etwas nachlässt. Bis dahin halt den Kopf oben, auch der größte Trubel findet mal ein Ende. ;)

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Re: Catherine Anna Miller

Beitragvon aBraXaS » 08.10.2019, 22:13

Klappt alles soweit, aber dauert, bis sich was normalisiert hier.
Dennoch: Ich mache täglich ein kleines Stück und daher mag ich auch nicht aussetzen :D Bin weiterhin in jedem Fall sehr begeistert von ihr. Bin sehr gespannt. Wenn ich den Stecki durch hab, poste ich mal zwischen.

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